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Novell stellt Projekt "Destiny" vor

Roadmap für die nächste Generation der Verzeichnisdienste

Novell hat heute sein Projekt "Destiny" vorgestellt - der Roadmap der Verzeichnisdienste (Directories) der nächsten Generation. Diese Roadmap sieht eine Reihe neuer Directory-Versionen innerhalb der nächsten 18 Monate vor. Den Anfang macht Novell mit dem UDDI-Server, der im Verlauf dieses Jahres auf den Markt kommen soll.

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Schlüsselelemente der Destiny Roadmap sind Verbesserungen in vier Bereichen: Web-Services, dynamische Identitäten, intelligente Infrastrukturen sowie Federated Trusts. Sind Verzeichnisdienste heutzutage weitgehend statische Datenbanken, soll am Ende der Destiny-Entwicklung ein Verzeichnisdienst stehen, der auf der Basis von Geschäftsregeln intelligente Entscheidungen über Anwender, Daten und Beziehungen trifft. Diese Regeln und Methoden soll der Verzeichnisdienst dann auf alle Netzwerk-Ressourcen anwenden können inklusive der Web-Services.

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Zunächst will Novell einen UDDI-Server auf den Markt bringen, der auf Novell eDirectory basiert. Die Verbindung aus dem UDDI-Standard und dem Verzeichnisdienst soll UDDI-Registries um ein sicheres Identitäts- und Zugriffsmanagement ergänzen. Später, mit der nativen Unterstützung von XML und SOAP, soll Destiny dann sicheres Identitätsmanagement aller Web-Services-Aspekte ermöglichen. Unternehmen können damit den Zugriff auf Web-Services freigeben und kontrollieren, Regeln für das Management der Services definieren und Self-Service-Funktionen zur Verfügung stellen, so Novell.

Definieren heutige Verzeichnisdienste sehr starre Beziehungen zwischen den Verzeichnisobjekten will Novell in Zukunft dynamische Identitäten ermöglichen. Bei der Definition entsprechender Beziehungen will man eine größere Flexibilität erlauben, da diese abhängig von dem Service, der die Daten abfragt - verschiedene Sichtweisen auf eine Identität gestatten. Die Website eines Reiseanbieters wird nur begrenzte Informationen über die Identität des Users benötigen - beispielsweise den Namen seines Unternehmen und seine Frequent-Flyer-Nummer. Buchhaltungsapplikationen werden hingegen das vollständige Profil von Unternehmensanwendern benötigen - inklusive Angaben zur genauen Rolle im Unternehmen, Budgetbeschränkungen und so weiter.

Zudem soll der Verzeichnisdienst künftig keine separate Policy Engine mehr benötigen. Stattdessen wandle er sich zu einer intelligenten Infrastruktur, die Regeln in ihre Dienste integriert, so Novell. Dadurch könne das Directory auf der Basis von Unternehmensregeln intelligente Entscheidungen über Daten und Beziehungen treffen. Die Regeln müssen nicht länger durch Administratoren und Memos durchgesetzt werden - dies erfolgt automatisch und dynamisch durch den Verzeichnisdienst.

Die Verbesserungen in der Destiny Roadmap sollen es Unternehmen drüber hinaus ermöglichen, Federated Trusts einzurichten, also Unternehmensbeziehungen, in deren Rahmen Identitätsinformationen von Anwendern sicher untereinander ausgetauscht werden. Dabei setzt Novell auf offenen Standards inklusive SAML (Security Assertion Markup Language) und die Spezifikationen der Liberty Alliance.



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