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NVidia NForce 2 - Athlon-XP-Chipsatz mit GeForce4-MX-Grafik

AGP 8X, Ethernet, Firewire, USB 2.0 und Dolby-Digital-AC3-Encoding inklusive. Auf der CeBIT 2002 hatte NVidia bereits NForce getaufte Athlon-XP-Chipsätze für DDR333- und DDR400-SDRAM in Aussicht gestellt, diese jedoch nicht zur Marktreife entwickelt, um sich stattdessen auf eine neue NForce-Generation zu konzentrieren. Nun wurde diese in Form des NForce2 (Codename: "Crush18") der Öffentlichkeit vorgestellt – mit GeForce4-MX-Grafik, AGP-8X- und DDR400-SDRAM-Unterstützung, Firewire, USB 2.0 und Dolby-Digital-5.1-Soundchip.
/ Christian Klaß
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Wie die Vorgänger verfügt auch NForce2 über zwei unabhängige 64-Bit-Speichercontroller für schnelle Speicherzugriffe, diese unterstützen nun jedoch nicht mehr nur DDR200/266-SDRAMs, sondern auch DDR333- und DDR400-SDRAMs. Zudem hat NVidia neue Algorithmen für die Vorhersage und somit schnellere Ausführung von Speicherzugriffen implementiert; weiterhin soll die Leistung sowohl bei synchron als auch asynchron getaktetem System- (Front-Side-Bus, FSB) und Speicherbus verbessert und die Latenzzeiten u.a. dank größerer Pufferspeicher verringert worden sein. NForce2 kann drei Speicherriegel nutzen und entsprechende Mainboards können somit auf bis zu 3 GByte DDR-SDRAM aufgerüstet werden. In Verbindung mit DDR400-Speicher soll die Bandbreite bei beachtlichen 6,4 GByte/s liegen; der Vorgänger schafft es nur auf 4,2 GByte/s.

Wie bereits bei der alten NForce bietet NVidia auch beim NForce2 verschiedene, aber dennoch pinkompatible Versionen, eine mit (NForce2 IGP) und eine ohne (NForce2 SPP) Onboard-GeForce4-MX-Grafikkern. Der GeForce4-MX-Grafikkern basiert zwar weiterhin auf GeForce2-Technik, soll aber rund 30 bis 40 Prozent mehr Leistung bringen als der GeForce2-MX200-basierte Grafikkern des NForce 420. Darüber hinaus unterstützt der NForce2 IGP NVidias Zweischirm-Lösung TwinView und bietet zwei Display-Ausgänge. Unterstützt werden VGA- und TV-Ausgang sowie DVI. Wer lieber auf leistungsfähigere Grafikkarten als auf integrierte Grafik setzt, kann den schnellen, abwärtskompatiblen AGP-8X-Port des NForce2 SPP nutzen.

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Per AMDs Hyper-Transport mit einer Bandbreite von 800 MByte/s an IGP und SPP angebunden wird der "Media and Communications Processor" (MCP), der die verschiedenen Schnittstellen und den Soundprozessor beherbergt. NVidia bietet nun zwei neue MCP-Versionen, die beide duale Ultra ATA/133-IDE-Controller, NVidia Ethernet-Controller mit Home-PNA-2.0-Unterstützung, sechs USB-2.0-Ports und AC97-6-Kanal-Sound unterstützen. Die High-End-Version des MCP, der MCP-T, bietet darüber hinaus drei Firewire-Schnittstellen (IEEE-1394a), einen zweiten Ethernet-Controller (3Com MAC), über den etwa weitere Rechner ins Internet eingebunden werden können sowie NVidias überarbeitete Audio Processing Unit. Bei Letzterer handelt es sich um einen Sound-DSP, der bis zu 192 Stereo- oder 64 Raumklang-Stimmen und Echtzeit-Encoding von Dolby-Digital-AC3-Streams erlaubt.

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Hersteller können IGP und SPP wahlweise mit MCP oder MCP-T ausstatten, je nach angepeilter Zielgruppe. Dies reicht also von der Kombination aus SPP und MCP für den Mainstream-Markt bis hin zu IGP, MCP-T und externer Grafikkarte für den Hardware-Enthusiasten. Mainboards mit MCP-T und entsprechende Komplettsysteme können vom Hersteller mit NVidias "SoundStorm"-Marke versehen werden, um auf den Sound-DSP hinzuweisen. Die "alten" NForce-Chipsätze mit integrierter Grafik sollen weiterhin angeboten werden und für Billig-Systeme gedacht sein.

Erste NForce2-Mainboards sollen ab September 2002 von ABIT, ASUS, Chaintech, EPoX, Leadtek und MSI erhältlich sein. Derzeit liefert NVidia Muster an die Hersteller aus, die Massenproduktion der Chips soll im August/September starten. In Deutschland sollen die ersten NForce2-Komplettsysteme von 4MBO, Actebis, Vobis, Waibel und Wortmann erhältlich sein. NForce2-Komplettsysteme sollen auch bei den Lebensmittel-Discountern Plus und Lidl vertrieben werden.


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