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Wissenschaftsrat zur Zukunft des DFN-Vereins

DFN-Verein soll "Sprachrohr für die Wissenschaft" werden

Der Wissenschaftsrat hat jetzt in Berlin eine Stellungnahme zur Zukunft des DFN-Vereins beraten und vorgelegt. Darin würdigt man ausdrücklich die bisherigen Leistungen des Vereins, empfiehlt aber den Rückzug von einzelnen Dienstleistungen zu Gunsten anderer Aufgaben.

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So soll die Funktion des DFN-Vereins (DFN = Deutsches Forschungsnetz) als Selbstverwaltungseinrichtung und Interessenvertretung seiner Mitglieder und Teilnehmer gestärkt werden, der Schwerpunkt der Tätigkeit des Vereins solle künftig aber auf der "Entwicklung von Leitvisionen und Strategien für die innovative Weiterentwicklung der Kommunikationsinfrastruktur für die Wissenschaft liegen."

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"Der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes (DFN-Verein) stellt derzeit für Wissenschaft und Forschung eines der weltweit führenden Hochgeschwindigkeitsnetze zur Verfügung. Als Infrastruktureinrichtung für die Datenkommunikation in der Wissenschaft besitzt er weiterhin große Bedeutung und sollte seine Arbeit, wenn auch zum Teil modifiziert, weiter fortführen", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Dr. Karl Max Einhäupl.

Der DFN-Verein wurde 1984 als Selbsthilfeeinrichtung für die Wissenschaft gemeinsam von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gegründet. Zunächst lag das Schwergewicht der Tätigkeit des DFN-Vereins auf einer kostengünstigen Versorgung mit Kommunikationsleistungen. Außerdem sorgte er für einen Zugang zu internationalen Netzen sowie für die Einführung von Regeln für die Nutzung der Datenkommunikation.

Seither wurde das Deutsche Forschungsnetz ständig weiterentwickelt. Zurzeit stellt es Wissenschaftlern und Studierenden ein Hochgeschwindigkeitsnetz im Gigabit-Bereich (G-WiN) zur Verfügung. Durch die Technik mit Übertragungsraten von derzeit 2,5 Gbit/s zählt das Deutsche Forschungsnetz zu den weltweit führenden Netzen auf Internet2-Niveau.

Neben der Entwicklung von Leitvisionen und Strategien werden aber auch Modifikationen für die künftige Tätigkeit des DFN-Vereins für notwendig erachtet, die auch strukturelle Veränderungen innerhalb des Vereins betreffen. Dazu zählt die Integration regionaler Netzstrukturen und eine flexible Anpassung des Dienstleistungsangebotes an den unterschiedlichen Bedarf der Mitglieder und Teilnehmer sowie eine vermehrte Einbeziehung externer Sachverständiger in Entscheidungsprozesse sowie Stärkung von Kontrollfunktionen durch Vermeidung von Mehrfachmitgliedschaften in seinen Gremien. Zudem fordert der Wissenschaftsrat eine Stärkung der Funktion des DFN-Vereins als "Sprachrohr für die Wissenschaft" einschließlich der Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Institutionalisierung eines transparenten Qualitätssicherungssystems und Anpassung der inneren Organisation an die veränderten Gegebenheiten.

Der Wissenschaftsrat hält weiterhin eine Förderung des DFN-Vereins durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung für notwendig. Für den DFN-Verein bedeute die vom Bund im Verlauf des Evaluationsverfahrens vorgestellte und teilweise schon eingeleitete Umstellung des Förderverfahrens für Entwicklungsprojekte aber eine Reduzierung seiner Entscheidungsbefugnisse. Die Förderung, die den DFN-Verein künftig stärker in den Wettbewerb mit anderen Antragstellern stellen wird, sollte daher so flexibel angelegt werden, dass sie der unterschiedlichen Größenordnung möglicher Projekte gerecht werden kann. Als vorteilhaft beurteilt der Wissenschaftsrat die vom Bund vorgesehene Einbeziehung externer Gutachter, welche die Akzeptanz der Projektergebnisse noch steigern kann.



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