Heinrich-Hertz-Institut und Fraunhofer Gesellschaft vereint
Mit der Eingliederung des HHI in die FhG übernimmt der Bund eine höhere Verantwortung für das Institut. Bisher wurde der Etat des HHI von rund 15 Millionen Euro im Jahr 2002 als Teil der Leibniz-Gemeinschaft jeweils zur Hälfe von Bund und Ländern finanziert. Mit zusätzlichen Mitteln übernimmt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in drei Schritten 90 Prozent des HHI-Etats; der Rest wird von den Ländern getragen, womit der übliche FhG-Finanzschlüssel 90:10 erreicht wird.
Die Zusammenführung entlastet damit die finanziell arg angeschlagene Hauptstadt. Ob die Zusammenführung Arbeitsplätze kosten wird, wurde seitens BMBF nicht verkündet. Ministerin Bulmahn betonte allerdings, dass die Zusammenführung von HHI und FhG die Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze schaffen werde. Der um das HHI erweiterte Verbund Mikroelektronik der FhG werde künftig rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Der Verbund verfügt über einen Etat von rund 150 Millionen Euro, heißt es in einer Pressemitteilung vom BMBF.
Das HHI und die FhG besitzen Ministerin Bulmahn zufolge eine hohe Kompetenz in der Grundlagenforschung: Die Forschungsschwerpunkte des HHI, Glasfasernetze, elektronische Bildtechnik und Breitband-Mobilkommunikation ergänzen die angewandten Forschungsarbeiten der FhG in den Bereichen Multimedia, Telekommunikation, Schaltungsentwicklung sowie Systemintegration.
Im April 2001 wurde bereits die GMD – Forschungszentrum Informationstechnik GmbH (GMD) in die Fraunhofer Gesellschaft integriert und damit deren Forschung für Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) gestärkt.