my-files - virtuelle Festplatte um E-Mail-Empfang ergänzt
Jeder Anwender erhält dabei eine eigene E-Mail-Adresse und ist damit ab sofort unter [Name]@myfiles.de erreichbar. Datei-Anhänge werden automatisch im Eingangskorb des my-files-Accounts gespeichert, wobei die Größe der möglichen E-Mail-Anhänge beim Empfang nur durch den gemieteten Speicherplatz limitiert sein soll. Lediglich für die angebotenen, zeitlich beschränkten Test-Accounts gilt eine Beschränkung auf 1,5 MByte. Damit will man nicht mit den traditionellen Webmail-Anbietern konkurrieren, sondern den Nutzern eine weitere bequeme Möglichkeit zum Empfang bzw. Austausch von Dateien bieten.
Nachdem der Dienst seit einem Jahr kostenpflichtig ist, zeigen sich die Betreiber von www.my-files.de(öffnet im neuen Fenster) in ihrem Konzept bestätigt. "Wir haben die Entscheidung, Geld von unseren Nutzern zur Finanzierung unseres Angebots zu verlangen, nicht bereut" , so Dr. Stefan Krempl, Geschäftsführer der my-files GmbH, in einer Pressemitteilung. "Wir waren eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das diesen Schritt gewagt hat. Die Entwicklung hat uns bestätigt: Heute ist die Zeit reif für bezahlte Internetdienste. Wir haben die schwere Phase überstanden und blicken jetzt optimistisch in die Zukunft."
Der Wechsel vom kostenlosen zum kostenpflichtigen Dienst hatte my-files.de allerdings viele Nutzer gekostet: "Wir haben nicht so wahnsinnig viele Kunden" , erklärte Krempel im Gespräch mit Golem.de. So liege die Nutzerzahl derzeit im einstelligen Tausenderbereich. Als Anwender noch kostenlos bis zu 275 MByte Speicherplatz nutzen konnten, verfügte my-files.de laut Krempl über rund eine Viertel Million Kunden, die allerdings nicht alle aktiv waren oder aus Mehrfach-Anmeldungen bestanden – mit der Umstellung zum kostenpflichtigen Dienst konzentrierte man sich stark auf die Konsolidierung.
My-files.de wurde in der ersten Jahreshälfte 2001 aus der Utomi AG in die my-files GmbH ausgegliedert. Die my-files GmbH ruht auf zwei Standbeinen: zum einen der Direktvermarktung mit my-files.de und zum anderen auf dem Partnergeschäft. In Letzterem ist den Betreibern lediglich das "Old-Economy"-Unternehmen Hamburg Mannheimer geblieben, die New-Economy-Unternehmen seien im letzten Jahr weggebrochen, da sie für den Dienst nicht mehr zahlen konnten. Aus der Utomi AG ging schließlich die net-files AG hervor, die sich mit dem Speicherdienst net-files.de rein auf Unternehmenskunden konzentriert.
My-files.de bietet drei Pakete, eines mit 50 MByte Kapazität für monatlich 5,- Euro, eines mit 100 MByte für 100 MByte Speicher für 8,- Euro im Monat und eines mit 250 MByte Speicher für 15,- Euro pro Monat. Pro geworbenem Neukunden kann man dies um kostenlose 5 MByte anheben.