EU-Kommissar Monti will Ortsnetz-Entbündelung forcieren
Breitband-Internetnutzung in Europa durch Ex-Monopolisten behindert
Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung in Brüssel teilte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti mit, dass die Kommission die Öffnung der Ortsnetze in den Mitgliedsländern weiter vorantreibe. Der dadurch entstehende Wettbewerb solle den Verbrauchern Preissenkungen und bessere Angebote sowie der Wirtschaft allgemein Auftriebsimpulse geben, vor allem bei der Internet-Breitbandnutzung.
Vor fast drei Jahren beschloss die Kommission, eine Untersuchung über die Local-Loop-Entbündelung sowie die Entwicklung der DSL-Angebote in Europa in Auftrag zu geben. Damals wurde überall in Europa begonnen, DSL-Angebote aufzubauen, wobei die letzte Meile fest in der Hand der ehemaligen Monopol-Telefonkonzerne lag.
Nun stellte die EU-Kommission fest, dass es immer noch extreme Schwierigkeiten bei der Entbündelung des Ortsnetzes gäbe und dass die bisherige Entwicklung extrem enttäuschend sei. Monti sagte in seiner Rede, dass man nun ungeachtet der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Telekommunikationssektors die Entbündelung stärker forcieren wolle, da die Wettbewerbsgesetze unabhängig von der finanziellen Situation Geltung haben.
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