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64-Bit-Startschuss für Intels Itanium-2-Prozessor

Erste Systeme ab 2003 erhältlich. Intel hat heute mit dem Itanium-2-Prozessor die zweite Generation seiner 64-Bit-Prozessoren für Workstations und Server-Systeme offiziell eingeführt. Der Itanium-2-Prozessor ist wie der Vorgänger für anspruchvolle Aufgaben in Datenzentren und geschäftskritischen Umfeldern gedacht, so Intel.
/ Christian Klaß
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Verschiedene Hersteller planen laut Intel in den nächsten Monaten entsprechende Rechner anzubieten. Darunter Multiprozessor-Systeme mit bis zu 64 oder mehr Itanium-2-Prozessoren. Da Itanium-2-Nachfolger laut Intel den gleichen Sockel verwenden, sollen Itanium-2-Systeme durch einfaches Austauschen der Prozessoren leistungsfähiger und langlebiger werden können. Bereits in Entwicklung befinden sich fünf zukünftige Produkte der Itanium-Prozessorfamilie, wobei die aktuellen Entwürfe bis in die zweite Hälfte des Jahrzehnts hineinreichen, so Intel.

Itanium-2-basierte Server und Workstations sollen im Vergleich mit ihren Itanium-1-Vorgängern bis zu zwei Mal mehr Leistung bieten. Der neue Prozessor soll hohe Transaktionsvolumen, komplexe Berechnungen sowie große Anwender- und Datenmengen bewältigen können - dafür sorgen laut Intel das "Explicitly Parallel Instruction Computing"-(EPIC-)Design des Prozessors und der integrierte 1,5 oder 3 MByte große Level-3-Cache. Der Prozessor soll über eine umfangreiche Fehlererkennung und -korrektur in allen wesentlichen Datenstrukturen verfügen sowie mit einer fortschrittlichen "Machine Check Architecture" für eine intelligente Fehlerverarbeitung sorgen und nach komplexen Plattformfehlern Datenverlust, Beschädigungen und Ausfallzeiten vorbeugen.

Passend zum Itanium 2 liefert Intel den E8870-Chipsatz, der im Herbst erscheinen und zwei bis 16 Prozessoren unterstützen soll. Werden Hersteller-spezifische Switches verwendet, sollen damit auch mehr Prozessoren unterstützt werden können. Der E8870 bietet erstmals den Scalability Port, einen bidirektionalen Hochgeschwindigkeits-Point-to-Point-Bus mit einer Bandbreite von 6,4 GByte/s. Zusätzlich planen mehrere Hersteller ihre eigenen Itanium-2-Chipsätze, die ab diesem Sommer verfügbar sein werden. In der zweiten Jahreshälfte soll zudem eine vier Höheneinheiten benötigende Itanium-2-basierte modulare Vier-Wege-Serverplattform SR870BN4 für die Hochleistungs- und Enterprise-Computermärkte erhältlich sein.

Die Itanium-2-Prozessoren werden mit 3 MByte oder 1,5 MByte integriertem L3-Cache sowie Taktfrequenzen von 1 GHz und 900 MHz zu Preisen von 1.338,- US-Dollar bis 4.226,- US-Dollar angeboten. Verschiedene Hersteller sollen bereits Multiprozessor-Systeme planen und diese voraussichtlich Ende dieses Jahres anbieten. Erst fürs nächstes Jahr erwartet Intel Systeme mit mehr als 16 Prozessoren. Auf der Software-Seite bieten laut Intel wichtige Anbieter von Enterprise-Workstation- und Betriebssystemsoftware in den nächsten Monaten neue Versionen ihrer Programme an.

Zu den Betriebssystemen, die derzeit mit dem Itanium-2-Prozessor zusammenarbeiten, gehören Intel zufolge Microsoft Windows Advanced Server, Limited Edition; Hewlett-Packard HP-UX und Linux von Caldera, MSC.Software, Red Hat, SuSE und TurboLinux. Zusätzlich plane Microsoft die Einführung von Windows.NET-Datacenter- und Enterprise-Server-Versionen für den Itanium-2-Prozessor, während HP seine OpenVMS- und Non-Stop-Kernel-Betriebssysteme auf die Itanium-Prozessorfamilie portieren wolle.


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