Abo
  • Services:
Anzeige

IT-Entscheider lehnen Microsofts neue Lizenzpolitik ab

"Gemeinschaft der Abhängigen" befürchtet massiv steigende Software-Kosten

Die Kosten der Software-Miete sollen künftig unter anderem davon abhängen, ob ein Unternehmen auch Microsoft-Konkurrenzprodukte einsetzt. Wie eine aktuelle Umfrage des IT-Wirtschaftsmagazins "CIO" unter 236 CIOs ergab, lehnt die Mehrheit der Befragten das neue Lizenzierungsmodell Microsofts ab. Auch wenn Wechsel auf neue Software-Versionen dadurch künftig teurer als bisher werden sollten, planen 59 Prozent der Unternehmen, bei den bisherigen Bedingungen zu bleiben. 86 Prozent der Befragten sind nämlich davon überzeugt, dass die Teilnahme am neuen Lizenzierungsmodell die Software-Kosten auf Dauer noch weiter aufwärts treiben wird.

Anzeige

"Das Fass ist übergelaufen", so kritisiert Andreas Resch, Geschäftsführer des europaweit tätigen Logistikunternehmens Fiege, die Lizenzpolitik von Microsoft. Danach müssen sich Unternehmen bis Ende Juli für oder gegen Software-Vertragsformen des den Weltmarkt beherrschenden Softwareanbieters entscheiden. Die Kernpunkte von "Volume Licensing 6.0": Mieten statt Kaufen und automatischer Wechsel auf neue Versionen.

Die Wut ist groß; Microsofts Druck auf die Kunden erzeugt Gegendruck. Achim Grögeder, IT-Director bei EWT Elektronik und Nachrichtentechnik, urteilt: "Microsoft will, dass die Kunden genau nach den Regeln des Unternehmens spielen." Und Thomas Portuné, CIO von BIC Graphic in Liederbach, ist überzeugt: "Tatsächlich geht es doch nicht um die Kunden, sondern darum, dass Microsoft den Umsatz besser planen kann."

Schmerzlich dürfte es Microsoft treffen, dass sich zahlreiche Großkunden den neuen Vertragsbedingungen verweigern wollen, so das Magazin. Unter den Unternehmen mit einem IT-Budget zwischen einer Million und 10 Millionen Euro kündigten 42 Prozent an, bei Microsoft-Anwendungen niemals auf das neue Lizenzmodell umzusteigen. Ebenfalls 42 Prozent wollen bei Betriebssystemen nicht mitziehen und 36 Prozent zeigen sich bei Server-Software ablehnend. Bei Großkunden bestehe offenbar die Tendenz, auf die eigene Bedeutung im Umgang mit Microsoft und auf Verhandlungsbereitschaft des Software-Riesen zu setzen.

Sollte die Entscheidung trotz allem für Microsofts Lizenzverträge fallen, liegt für viele CIOs der Grund nur in der fehlenden Alternative. "Wir haben einen Wechsel zu Linux geprüft", sagt Dieter Pfaff, Geschäftsführer RAG Informatik: Aber die Migration sei genau ein kleines bisschen teurer als die erhöhten Lizenzgebühren. "Ich habe das Gefühl, die Verantwortlichen bei Microsoft haben das vorher sehr genau durchgerechnet."

Unterdessen befassen sich IT-Entscheider zunehmend mit möglichen Alternativen zu Microsoft-Produkten. Bei EWT Elektronik ist es das erklärte Ziel, "Microsoft von den Arbeitsplätzen wegzubringen". Und das Logistikunternehmen Fiege hat gut ein Dutzend europäische Standorte bereits mit Bürosoftware ausgerüstet, die nicht von Microsoft stammt. Deutschland-Geschäftsführer Resch will so erproben, wie abhängig man wirklich von Microsoft sei. Seine Prognose: "Wir sind es nicht."


eye home zur Startseite
Klaus Wildemann 31. Jan 2003

Hallo, wir haben in unserem Unternehmen Linux to the desk geprüft. Wir haben...

hondacr 23. Nov 2002

hallo leute, ich bin von einer ex-firma ziemlich abgeledert worden. bin wegen denen...

Monopoly 09. Jul 2002

Tja da hilft auch kein jammern. zuerst stürtzen sich alle wie verückt auf das zeug und...

olivetti 09. Jul 2002

Hi, jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu geben. Ich arbeite in einer Consultingbude...

NetGyver 08. Jul 2002

O-Ton meines ehemaligen Chef's: "Dat Linux soll doch der Teufel holen". Schon ironisch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund
  2. BRZ Deutschland GmbH, Nürnberg
  3. Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  4. Pensions-Sicherungs-Verein VVaG, Köln


Anzeige
Top-Angebote
  1. 359€
  2. 75,89€
  3. 189€

Folgen Sie uns
       

  1. Nach Einbruchsversuch

    Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Telefon und Internet

  2. US-Gerichtsurteil

    Einbetten von Tweets kann Urheberrecht verletzen

  3. Anklage in USA erhoben

    So sollen russische Trollfabriken Trump unterstützt haben

  4. Gerichtsurteil

    Facebook drohen in Belgien bis zu 100 Millionen Euro Strafe

  5. Microsoft

    Windows on ARM ist inkompatibel zu 64-Bit-Programmen

  6. Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

  7. Europa-SPD

    Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert

  8. Carbon Copy Cloner

    APFS-Unterstützung wird wegen Datenverlustgefahr beschränkt

  9. Die Woche im Video

    Spezialeffekte und Spoiler

  10. Virtual RAN

    Telekom und Partner bauen Edge-Computing-Testnetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Raven Ridge rockt
Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test
Raven Ridge rockt
  1. Krypto-Mining AMDs Threadripper schürft effizient Monero
  2. AMD Zen+ und Zen 2 sind gegen Spectre gehärtet
  3. Pinnacle Ridge Asus aktualisiert Mainboard für Ryzen 2000

Dorothee Bär: Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
Dorothee Bär
Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
  1. FTTH/B Glasfaser wird in Deutschland besser nachgefragt
  2. Koalitionsvertrag fertig "Glasfaser möglichst direkt bis zum Haus"
  3. Glasfaser Telekom weitet FTTH-Pilotprojekt auf vier Orte aus

  1. Re: Hatte Hillary nicht mehr Stimmen bekommen?

    Mingfu | 00:21

  2. Re: Wenn Obama am Brandenburger Tor redet

    teenriot* | 00:20

  3. Re: Er hat Recht was die Qualität indischer...

    StefaniaM | 00:18

  4. Re: 24 Milliarden Euro für Deutschland alleine.

    Workoft | 00:16

  5. Re: Wieder nur Mogelpackung

    Tet | 00:11


  1. 21:36

  2. 16:50

  3. 14:55

  4. 11:55

  5. 19:40

  6. 14:41

  7. 13:45

  8. 13:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel