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BDZV: Kritik an öffentlich-rechtlichen Sendern im Internet

Zum Engagement der Zeitungen im Internet führte der BDZV aus, dass die Verlage alle Anstrengungen unternähmen, ihre Position weiter zu stärken und das Kerngeschäft abzusichern. Dies sei nach wie vor mit hohen Investitionen verbunden. Ein "return on investment" sei bei den Zeitungen ebenso wie bei den meisten anderen Online-Anbietern nicht absehbar, erklärte der Leiter Kommunikation und Multimedia, Hans-Joachim Fuhrmann. Hier sei noch ein langer Atem notwendig. Dies könne allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zeitungsverlage mit Blick auf die Nutzerzahlen im Internet überaus erfolgreich seien. Mittlerweile seien die Verlage mit mehr als 400 Angeboten präsent; viele Verlage hätten sogar mehrere Online-Angebote. Die Nutzung sei rapide angestiegen.

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Bei der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) würden - rein statistisch - pro Zeitungsangebot monatlich durchschnittlich vier Millionen Seitenabrufe registriert. Damit habe sich die Nutzung im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Ursache hierfür sei ein enormes Wachstum einzelner Titel, aber auch ein allgemeiner Ausbau der Angebote sowie deren offensive Vermarktung. Noch stärker als bisher seien die Verlage dabei, die gedruckte Zeitung und das Internet-Angebot sowohl inhaltlich/redaktionell als auch im Bereich Werbung/Anzeigen zu vernetzen. Fuhrmann führte aus, dass schon allein die Online Marketing Service Gesellschaft (OMS) - ein Zusammenschluss von fast 90 regionalen und lokalen Zeitungstiteln - das reichweitenstärkste Content-Angebot unterhalte (1,7 Millionen Nutzer pro Woche). Gerade für die Werbewirtschaft seien die Nutzer der Zeitungsangebote hochinteressant: Sie seien gebildet, verfügten über ein überdurchschnittliches Einkommen, über langjährige Internet-Erfahrung und würden gerne online einkaufen.

Der BDZV wies darauf hin, dass es den Zeitungsverlagen - wie allen Online- Anbietern - noch nicht gelungen sei, Erlösmodelle im Internet zu etablieren. Es sei grundsätzlich sehr schwierig, Inhalte gegen Bezahlung im Netz anzubieten. Es sei davon auszugehen, dass langfristig ohnehin maximal 20 Prozent des Umsatzes über Bezahl-Inhalte erwirtschaftet würden. Zu den wichtigsten Erlösquellen müssten Werbung und Sponsoring entwickelt werden. Im vergangenen Jahr sei lediglich ein Prozent der gesamten Werbeinvestitionen ins Internet geflossen. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) habe für die Online-Werbeträger Nettoerlöse in Höhe von lediglich 185 Millionen Euro ermittelt. "Da ist noch viel Potenzial" so Fuhrmann.

Einen neuen interessanten Verteilkanal auch für lokale Informationen könnte nach Auffassung des BDZV die Weiterentwicklung im Mobilfunk und des mobilen Internets mit sich bringen. Damit werde es möglich, jedem Nutzer an jedem Ort Informations- und Serviceangebote zu senden. Anders als im Internet mit seiner Gratiskultur seien die Nutzer von Mobiltelefonen daran gewöhnt, für jede Dienstleistung auch zu zahlen.

 BDZV: Kritik an öffentlich-rechtlichen Sendern im Internet
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Carsten 08. Jul 2002

Da gab es mal den "Vorschlag" die öffentlich rechtlichen Sender sollten Radioprogramm...

Torben Berning 05. Jul 2002

;-) Schade, dass man das nur sehr schwer belegen kann. Wäre ein netter "Skandal".

Drugster 05. Jul 2002

Der Aufbau eines umfangreichen Internet-Angebots durch die Öffentlich-Verbrechlichen...

Torben Berning 05. Jul 2002

Quellen: https://www.golem.de/0107/14628.html http://www.gez.de/ungezwungen...

dorte 05. Jul 2002

Dafuer haette ich gerne eine Quelle. Nein, das ist nicht der Grund, sondern der TV...


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