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Stallman: Die BSA betreibt Terrorismus

Es sei falsch, ein einheitliches Urheberrecht anzustreben. Rechteinhaber würden wohl immer belegen können, dass eine Einschränkung der Nutzerrechte auf Grund einer speziellen Anwendung nötig sei, die damit für alle Anwendungsbereiche gelten müsse.

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Stallman schlägt stattdessen eine differenzierte Ausgestaltung des Urheberrechts vor, wobei er drei Klassen von Arbeiten unterscheidet: Funktionale Arbeiten wie Software, Handbücher oder Enzyklopädien, die in jedem Fall frei zugänglich sein müssten und die jeder ungefragt modifizieren und damit verbessern kann. Die zweite Gruppe seien Arbeiten, die Meinungen enthalten. Hier sei die Frage der Modifikation schwieriger zu beantworten, ließen sich Werke doch so entstellen. Es sei also notwendig, Änderungen nur in Rücksprache mit dem Autor zu erlauben. Die Verteilung müsse mindestens im privaten Bereich frei sein, für eine kommerzielle Verwertung müsse man dann einen Kompromiss finden.

Die dritte Gruppe beschreibt Stallman als Arbeiten zu Unterhaltung, also Arbeiten, bei denen der Konsum der Arbeit allein den Nutzen ausmacht. Die Frage nach der Erlaubnis von Veränderungen sei auch hier schwer zu beantworten, steht der Gefahr einer Entstellung doch einer Vielfalt gegenüber, die durch Abwandlungen auch heute schon entsteht und vor allem im Musik-Bereich zu beobachten sei. Bei einer kommerziellen Verwertung müsste man daher auch hier ein Modell finden, das alle beteiligten Schöpfer gleichwohl entlohnt. Dennoch müsse es im nicht-kommerziellen Bereich erlaubt sein, auch solche Werke frei zu kopieren.

Stallman forderte vor allem Nutzer von Musik auf, diese frei im Internet zu tauschen und den Künstlern direkt Geld zukommen zu lassen, z.B. über verstärkte Konzertbesuche, statt die Plattenindustrie über CD-Käufe zu finanzieren. Er wies darauf hin, dass beim Kauf einer Platte der Künstler zwar formell einen Anteil erhält, dieser aber in der Regel zunächst mit dem Marketingaufwand der Plattenfirma verrechnet würde. Nur bei sehr großem Erfolg würden daher Künstler überhaupt vom Verkauf ihrer CDs profitieren.

Es könne auch nützlich sein, eine Art "Digital-Cash-Payment"-System zu etablieren, so das Internetnutzer auf freiwilliger Basis Bands direkt kleine Geldbeträge um einen Euro zukommen lassen könnten. Letztendlich würde davon ein Großteil der Künstler profitieren, auch wenn einige wenige schlechter gestellt würden.

In Bezug auf Computerspiele schlug Stallman eine Zweiteilung vor. Die eigentliche Spieleengine ließe sich dabei als funktionale Arbeit einordnen, wobei das "Szenario" eher mit einem Roman zu vergleichen und entsprechend einzuordnen wäre.

Am Rande des Forums hatten wir zudem Gelegenheit, mit Richard Stallman über einige aktuelle Entwicklungen im Bereich freie Software zu sprechen. Lesen sie dazu auch unser Interview mit Richard Stallman.

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christine 25. Apr 2003

Meinst du System of a Down? Die haben ihr aktuelles Album "Steal this Album"genannt.

alphacentaur 29. Jul 2002

ähem, mal so ganz nebenbei bei eurer heiteren "kommunismus-kapitalsimus-dramturgie...

Herb 09. Jul 2002

"Stallman forderte in einer Neufassung des Urheberrechts, den Nutzern die Rechte...

attacmember 09. Jul 2002

Was habt ihr bloss alle gegen "rot sein" bzw. Marxismus/Kommunismus?Ist doch eindeutig...

Geek 09. Jul 2002

Nein, denn das sagt er nicht. Er sagt Künstler sollen weiterhin Platten verkaufen. Aber...


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