Unterschriftensammlung gegen Internet-Apotheken
"Das Ergebnis der Initiative hat alle Erwartungen übertroffen und ist in dieser Höhe einmalig in Deutschland" , stellte der ABDA-Präsident fest. Mehr als 20.000 Apotheken im gesamten Bundesgebiet beteiligten sich an der Initiative und informierten ihre Kunden über die angeblichen Auswirkungen des Versandhandels von Medikamenten.
Der Präsident der ABDA, Hans-Günter Friese, überreicht der parlamentarischen Staatssekretärin der SPD, Gudrun Schaich-Walch, die notariell beglaubigte Urkunde über 7,7, Millionen gesammelte Unterschriften. "Dies ist eine eindeutige Aufforderung an alle die politischen Mandatsträger, die derzeit darüber diskutieren, das Arzneimittelgesetz zu ändern und den Versandhandel in der Bundesrepublik zu legalisieren" , sagte Friese. Er sieht die Position der Verbraucher deutlich gestärkt: "Mit diesem Votum erhält unsere Argumentation gegen den Versandhandel mit Arzneimitteln eine neue Qualität. Es gilt nicht nur, Verstößen gegen geltendes Recht entgegenzuwirken, sondern auch die Interessen der Patienten zu schützen. Die ABDA stellt sich dieser Verantwortung und ist bereit, konstruktiv an der Optimierung der Arzneimittelversorgung mitzuwirken."
Entsprechende Vorschläge hat der Verband bereits vorgelegt: Sie umfassen das Angebot eines flächendeckenden kostenneutralen Zustelldienstes durch pharmazeutisches Fachpersonal aus wohnortnahen Apotheken ebenso wie die Änderung der Arzneimittelpreisverordnung, die ein Einsparpotenzial von rund 500 Millionen Euro erzielen könne.