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Spieletest: Frequency - Faszinierendes Musikspiel für PS2

Breites Musikspektrum für verschiedene Geschmäcker. Während sich Tanz- und Musikspiele in Japan schon seit längerer Zeit größter Beliebtheit erfreuen, werden derartige Titel erst seit kurzem in immer größerem Umfang auch hier zu Lande veröffentlicht. Mit Frequency bringt Sony jetzt eines der besten Musik-Spiele der letzten Zeit für die PlayStation 2.
/ Thorsten Wiesner
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Das grundlegende Spielprinzip ist von anderen, ähnlichen Titeln bekannt und ist einmal mehr so simpel, dass auch Gelegenheitsspieler sofort Zugang finden: Im richtigen Moment muss die passende Gamepad-Taste gedrückt werden, um so einen Ton zu erzeugen und Schritt für Schritt einen ganzen Song zu spielen. Dabei bewegt man sich hier auf futuristisch anmutenden Bahnen, auf denen dem Spieler ständig farbige Diamanten entgegenkommen. Sobald man auf Höhe eines dieser Diamanten ist, muss dann jeweils der entsprechende Knopf auf dem Gamepad gedrückt werden.

Sobald man erfolgreich eine längere Passage gemeistert hat, wird die Spur, auf der man sich befindet, freigeschaltet und spielt fortan von alleine weiter. Da jede Spur ein Instrument repräsentiert, schaltet man nach und nach mehr Sounds frei. Hat man etwa die Drumspur erfolgreich beendet, darf man sich danach an den Basstönen, den Gitarren, dem Gesang und so weiter üben.

Während andere Musikspiele das Problem haben, dass sie stilistisch recht eingeschränkt sind und damit auch nur dem Geschmack einer begrenzten Zahl von Spielern entsprechen, bietet Frequency eine beeindruckende Stil-Vielfalt. Natürlich dominieren die typischen elektronischen Töne, ebenso wie House und Techno finden sich aber auch HipHop, Dance und sogar vereinzelte Rocksongs im Repertoire. Beigesteuert wurde die Musik dabei von Acts wie The Crystal Method, DJ Qbert, Fear Factory, Meat Beat Manifesto, No Doubt, Orbital, Powermann 5000 oder Paul Oakenfold.

Neben dem Hauptspiel warten noch fünf weitere Modi auf den Spieler. Bis zu vier Spieler können etwa in einer durchaus amüsanten Session gegeneinander antreten, Musikfreaks hingegen werden von dem recht komplexen Remix-Modus angetan sein, in dem alle Songs komplett auseinandergenommen und neu zusammengestellt werden können. Hier erinnert Frequency schon mehr an ein Musikprogramm denn an ein Spiel, zumal viele weitere Features wie etwa ein virtuelles DJ-Pult dem Spieler einen relativ großen Aktionsrahmen bieten.

Während die Soundkulisse vorzüglich gelungen ist bietet das Programm optisch nur Durchschnittskost: Die Menüs sind sehr spärlich, und auch die eigentlichen Soundbahnen sind eher übersichtlich als wirklich schön. Allerdings wird es auch genügend Spieler geben, die dem bunten psychedelischen Bildschirmtreiben etwas abgewinnen können.

Fazit:
Frequency fesselt auf Grund seiner einfachen Bedienbarkeit und der hervorragenden Soundqualität sehr schnell. Vor allem überzeugt das Spiel durch Tiefgang - mit ein bisschen Übung wird man nicht nur sehr schnell beeindruckende Songs "mitspielen" können, sondern bald auch selbst im Remix-Modus eigene Titel entwerfen.


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