Unternehmen machen es Online-Bewerbern immer noch schwer
Immerhin schaffen es schon 85 Prozent der im DAX und MDAX gelisteten Unternehmen, ihre firmeneigenen Jobangebote auf der Startseite des Web-Angebots zu verlinken. Ist der Jobsuchende erst einmal dort, werden die Mängel auch bei Websites von Weltunternehmen deutlich: Nur knapp zwei Drittel (61 Prozent) ermöglichen den Stellensuchenden eine direkte Online-Bewerbung. Hinweise zum Bewerbungsverfahren oder FAQs halten sogar nur ein Drittel (33 Prozent) für nötig.
Dürftig gehalten sind ebenfalls Fakten zur Karriere. Nur die Hälfte (54 Prozent) der Recruiting-Angebote informiert über Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Aktuelle Daten oder einen Kalender zu Recruiting-Events finden Stellensuchende sogar nur auf 41 Prozent der untersuchten Seiten. Für Roland Leonhardt sind diese Defizite unverständlich: "Gerade in Zeiten enger Budgets müssen die Unternehmen das Internet als effizienten Kanal für das Bewerbermarketing nutzen. Wer sich, wie Jobsuchende, aus eigenen Stücken durch eine Firmen-Site klickt, zeigt schon großes Interesse an einem möglichen Arbeitgeber. Wenn sich ein Unternehmen hier lediglich auf trockene Stellenausschreibungen beschränkt, riskiert es wichtige Sympathie-Punkte. Damit geht dem Unternehmen möglicherweise ein exzellenter Mitarbeiter verloren, denn im "war for talents" spielen Image-Faktoren eine wichtige Rolle für die Entscheidung eines Jobsuchenden für den neuen Arbeitgeber."