Carmack lobt 3Dlabs P10 VPU

Doom III wird nun definitiv auch OpenGL 2.0 unterstützen

Nachdem id-Software-Chef(-programmierer) John Carmack sich kürzlich enttäuscht über die reine 3D-Leistung der Matrox Parhelia-Grafikkarten äußerte, schob er heute eine kleine Entschuldigung bezüglich seiner Aussagen über deren Displacement Mapping nach. Viel mehr widmet er sich jedoch seinen ersten Erfahrungen mit einer Wildcat-VP-Grafikkarte, in der 3Dlabs neuester, programmierbarer P10-Grafikprozessor steckt.

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Beeindruckt zeigte er sich von den Treibern und deren - für 3Dlabs nicht verwunderlich - gute OpenGL-Unterstützung, die ihm offenbar nur wenig Anlass zur Kritik boten. Bezüglich der Leistung konnte er zwar noch keine Aussagen machen, da die Treiber noch keine "vertex object extension" unterstützen, so dass die CPU die Karte im Moment noch Stück für Stück selber mit Vertex-Daten versorgen muss. Dennoch sei die Karte unter diesen Umständen schneller gewesen als Carmack erwartet hätte.

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Auf Grund des ersten guten Eindrucks, den die P10-Grafikkarte bei ihm hinterließ, hat er sich die Zeit genommen, ein neues Back-End zu schreiben, das die Karte das gesamte Doom-III-Interaction-Rendering in einem einzelnen Durchgang erledigen ließ. Obwohl 3Dlabs die OpenGL-1.3-NVidia-Extensions "NV_vertex_program" und "NV_register_combiners" unterstützt, sogar mit sieben anstelle der vier Textureinheiten der GeForce3/4, entschied er sich dafür, die bereits von 3Dlabs zur Verfügung gestellten vorläufigen, unfertigen OpenGL-2.0-Extensions zu nutzen. Die Umsetzung soll problemlos vonstatten gegangen sein, allerdings sei er schnell an die Limitationen des VP10-Compiler-Protoyps geraten, bevor er alle Doom-III-3D-Features implementieren konnte. Dennoch haben ihm das Ergebnis und die ersten Möglichkeiten gefallen: "Ich freue mich schon auf die Erforschung dieses Programmiermodells, wenn der Compiler etwas gereift ist."

Was jetzt für einige nicht sonderlich interessant klingen mag, hat Carmack allerdings davon überzeugt, durch alle Entwicklungen der Spezifikationen einen OpenGL-2.0-Renderer für Doom III zu programmieren. "[...], ich bin etwas nachlässig gewesen die Belange nicht so voranzutreiben wie ich es mit allen Herstellern tun könnte. Nun ist wirklich der kritische Zeitpunkt die Dinge festzulegen, die Entscheidungen könnten uns für 10 Jahre begleiten."

Neu einsteigenden Grafikchip-Herstellern würde er heutzutage empfehlen, sich um OpenGL 2.0 zu bemühen, anstatt noch eigene OpenGL-1.x-Extensions zu veröffentlichen, da er schätzt, dass die künftige Entwicklung weg von der Lower-Level- hin zu Higher-Level-Programmierung geht. Aus diesem Grunde misst er auch High-Level-Shading-Sprachen wie etwa NVidias 'Cg' einiges an Wert zu, da diese Entwicklern ein effektiveres, schnelleres Arbeiten ermöglichen würden, auch wenn die direkte Hardwareprogrammierung mitunter mehr Leistung einbringen möge: "Es wird nicht mehr lange dauern bis damit die wirkliche Arbeit vollbracht wird, und Entwickler die bei den Lower-Level-Interfaces verbleiben wie Menschen betrachtet werden, die heute noch komplette PC-Anwendungen in Assembler schreiben."

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alex 16. Dez 2003

Du musst dir vorstellen das die ganzen Hardware entwickler natürlich versuchen carmack...

HoHum 07. Mär 2003

Spacken-Alarm aus der Vergangenheit!

tom 22. Jan 2003

Ich glaube, ihr habt alle Recht + Unrecht.... @HitchHiker: Du bist ein Voll-Idiot!



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