• IT-Karriere:
  • Services:

John Carmack: Parhelia zu langsam (Update)

Wenig Lob für Matrox' neue Grafikhardware

Der bekannte Spieleprogrammierer und Chef von id-Software, John Carmack, hat sich öffentlich zur neuen Parhelia-Grafikkarte von Matrox geäußert. Obwohl Doom III mit der Parhelia laufen werde, sei sie von der Leistung her nicht konkurrenzfähig mit ATI-Radeon-8500 oder NVidia-GeForce4-Ti-Grafikkarten. Update: Seine Kritik am Hardware Displacement Mapping von Matrox hat er mittlerweile teilweise wieder zurückgenommen.

Artikel veröffentlicht am ,

Zudem klagt er über die aktuellen Parhelia-Treiber, zeigt sich aber zuversichtlich, dass Matrox die Probleme beseitigen werde. Enttäuscht ist er zudem davon, dass sich in seinen eigenen Stresstests die Leistung des 256-Bit-breiten Parhelia-Speichersubsystems nicht so stark wie erhofft bemerkbar machte und zudem nicht die der GeForce4 erreichte.

Stellenmarkt
  1. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm
  2. ING-DiBa AG, Nürnberg

Trotz guter Grundhardware soll die pure Leistung der Parhelia nicht mit der Konkurrenz mithalten können. "Mit einem Die-Shrink [gemeint ist der Umstieg von 0,15 auf 0,13 Mikron, Anmk. d. Red.] könnte dieser Chip wahrscheinlich ein Mitbewerber sein, aber bis dahin werden voraussichtlich andere Chips kommen, welche diese Generation von Produkten komplett verblassen lassen", urteilt Carmack in seinem .plan-File.

Kein Blatt vor den Mund nimmt Carmack in Bezug auf die speziellen Features der Parhelia, die für Doom III nicht wirklich sinnvoll einzusetzen seien. Den 10-Bit-Farb-Framebuffer nennt er "nett", aber Doom brauche mehr als 2 Bit Destination Alpha; wenn eine Karte nur vier Textur-Einheiten hat, könne man ihn nicht nutzen.

Die Antialiasing-Features gefallen ihm ebenfalls, die Parhelia sei aber im Minimal-Modus nicht sonderlich schnell, so dass keiner die Kantenglättung aktivieren würde - für Doom III mag das zutreffen, im Parhelia-Test von Golem.de war die Parhelia trotz geringerer Grundleistung bei aktiviertem Fragment-Antialiasing mitunter schneller als die teils stark einbrechenden Kontrahenten GeForce4 Ti 4600 und Radeon 8500.

Dem Parhelia-Surround-Gaming über drei Bildschirme bescheinigte Carmack zwar, dass die Leistung wohl nicht auf ein Drittel, sondern eher die Hälfte einbreche, in Anbetracht der für ihn mangelnden puren 3D-Leistung ist jedoch auch dieses eine herbe Kritik.

Mit Abstand am härtesten zu Gericht geht Carmack mit dem von Matrox eingeführten und auch in DirectX 9 gelandeten Displacement Mapping: "Seufz. Ich bin enttäuscht, dass die Industrie immer noch viereckbasierte Ansätze verfolgt. Haben wir nicht von dem stellaren Erfolg von 3DO, Saturn und NV1 gelernt, dass Vierecke wirklich Mist sind? In jedem Fall können wir keines der Geometrie-Erweiterungs-Systeme (inklusive ATIs Trueform) in Verbindung mit Stencil-Shadow-Volumes nutzen." Letztere werden für Schattendarstellung benötigt.

Update vom 28. Juni 2002: Carmack hat sich gestern Abend für seine Kritik an Matrox Implementation von Hardware Displacement Mapping entschuldigt, die doch nicht wie von ihm behauptet vierecksbasiert sei. "Ich habe an bestimmte andere Firmen gedacht, die diesen Ansatz vorschlugen. Matrox Umsetzung sieht wirklich recht gut aus, so dass sie - selbst wenn wir sie wegen der Geometrie- Erweiterungs-Probleme nicht nutzen werden - dem guten Zweck dient alle Vorschläge zur Etablierung von vierecksbasierten Lösungen abzutöten, erklärte er in seinem .plan-File vom 27. Juni 2002.

Auch wenn Carmack nur einer von vielen Spieleentwicklern und Doom III nur eines von vielen Spielen ist, so darf man nicht vergessen, dass auch die Doom-III- Engine von anderen Spieleherstellern wieder lizenziert werden und von diesen in mehreren Spielen eingesetzt werden dürfte. Da Carmack nicht nur seitens der 3D-Shooter-Fans einiges an Achtung erhält - zumindest die Grafikchiphersteller ATI und NVidia geben sich bei ihm die Klinke in die Hand - könnte er durch seine deutliche Kritik einige potenzielle Parhelia-Käufer abschrecken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-43%) 22,99€
  2. 4,99€
  3. (-40%) 5,99€
  4. 11,49€

JoeHeinZ 06. Sep 2003

Schwachsinn? Ja, Computerspiele sind Schwachsinn; sie sind nicht produktiv und...

sonic 31. Aug 2003

vielleicht sollte NVidida ja dich das nächste mal fragen, welche Features vorteilhaft...

zensor 29. Sep 2002

Hallo allle zusammen! Ich habe bis jetzt auf einer Matrox G450 gearbeitet - gut - nun...

DaChef 31. Jul 2002

Natürlich ist die Parhelia keine FPS Karte, aber die Frame raten sind teilweise ZU...

DaChef 31. Jul 2002

Ich kann Carmack hier auch nicht verstehen. Displacement Mapping hat keine Nachteile wenn...


Folgen Sie uns
       


Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht

Sonnenlicht spaltet Wasser: Ein Team von Helmholtz-Forschern bildet die Photosynthese technisch nach, um Wassesrtoff zu gewinnen.

Helmholtz-Forscher arbeiten am Künstlichen Blatt - Bericht Video aufrufen
Verkehr: Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb
Verkehr
Das Kaltstart-Dilemma der Autos mit Hybridantrieb

Bei Hybridautos und Plugin-Hybriden kommt es häufiger zu Kaltstarts als bei normalen Verbrennungsmotoren - wenn der Verbrennungsmotor ausgeht und der Elektromotor das Auto durch die Stadt schiebt. Wie schnell lässt sich der Katalysator vorwärmen, damit er Abgase dennoch gut reinigen kann?
Von Rainer Klose

  1. Elektromobilität Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
  2. Renault City K-ZE Dacia plant City-Elektroauto
  3. Elektroautos EU-Kommission billigt höheren Umweltbonus

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

Akkutechnik: In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus
Akkutechnik
In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus

In unserer Artikelserie zu Akku-FAQs geht es diesmal um bessere Akkus, um mehr Akkus und um Akkus ohne seltene Rohstoffe. Den Wunderakku, der alles kann, den gibt es leider nicht. Mit Energiespeichern ohne Akku beschäftigen wir uns später in Teil 2 dieses Artikels.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos BASF baut Kathodenfabrik in Brandenburg
  2. Joint Venture Panasonic und Toyota bauen prismatische Zellen für E-Autos
  3. Elektromobilität EU-Kommission genehmigt europäisches Batterieprojekt

    •  /