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Microsoft kündigt erstes Service Pack für Windows XP an

Lässt sich nicht auf illegale Installationen anwenden. Acht Monate nach der Markteinführung von Windows XP am 25. Oktober 2001 bereitet Microsoft das erste Service Pack (SP1) für das neue Betriebssystem vor. Das SP1, das auch in deutscher Sprache verfügbar sein wird, ist voraussichtlich ab Ende Sommer 2002 erhältlich. Es lässt sich nach Angaben von Microsoft nicht auf illegale Windowsinstallationen anwenden.
/ Andreas Donath
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Wie frühere Service Packs für andere Produkte umfasst es alle Updates und Bug-Fixes, die Microsoft bislang für das Betriebssystem veröffentlicht hat. Darüber hinaus setzt Microsoft mit dem SP1 zentrale Punkte der im Kartellverfahren in den USA getroffenen Vergleichsvereinbarung um: Das Service Pack bietet OEM-Herstellern und Anwendern zusätzliche Optionen zur Konfiguration.

Zusätzlich umfasst das SP1 eine neue Version der Instant-Messenging-Anwendung Windows Messenger. Entsprechend der Vergleichsvereinbarung im US-amerikanischen Kartellverfahren haben Benutzer die Möglichkeit, den neuen Windows Messenger bei der Installation des SP1 zu deaktivieren. Als weitere optionale Komponente ist auch die Programmier- und Laufzeitumgebung .NET Framework in das Windows XP SP1 integriert.

Neben der neuen Benutzeroberfläche, die von Herstellern wie Anwendern individuell konfiguriert werden kann, erfüllt Microsoft mit dem SP1 noch weitere Forderungen der Vergleichsvereinbarung. Durch die Installation des Service Packs erhalten Hersteller und Benutzer die Möglichkeit, die im Lieferumfang von Windows XP enthaltenen Microsoft-Technologien Internet Explorer 6.0, Windows Media Player, Windows Messenger und Outlook Express aus dem Betriebssystem zu entfernen. Außerdem können sie das Start-Menü der Software individuell einrichten und vorhandene Programmverknüpfungen durch eigene ersetzen.

Zu den wichtigsten Neuerungen des SP1 zählt auch die Unterstützung neuer Hardware-Technologien. Das SP1 gewährleistet die Kompatibilität von Windows XP mit Tablet-PC-Geräten oder dem auf der CeBIT 2002 vorgestellten drahtlosen MIRA-Display.

Darüber hinaus erkennt das SP1, ob für die Installation einer Windows-XP-Version ein illegal im Internet oder unter Raubkopierern zirkulierender Produkt Key verwendet wurde. Falls ein solcher zu Grunde liegt, lässt sich das SP1 nicht installieren. Eine Bildschirmmeldung weist darauf hin, dass der für die Windows-Installation verwendete Product Key ungültig ist.


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