3Dlabs liefert erste P10-VPU-Profigrafikkarten aus
Laut 3Dlabs soll die neue Wildcat VP getaufte Grafikkartenserie im Workstationbereich ihresgleichen suchen und mit einer Leistung von 170 Gigaflops sowie über 1,2 TeraOps brillieren. Der P10 soll dank seiner Programmierbarkeit – die weit über das hinausgeht, was die Vertex- und Pixel-Shader der Konkurrenz erlauben – nicht nur das aktuelle OpenGL 1.3, sondern auch das noch in Entwicklung befindliche OpenGL 2.0 sowie das für Herbst angekündigte DirectX 9 unterstützen. Selbst Wavelet-Dekompression, Ray-Tracing-Engines, RenderMan-artige fotorealistische Renderer und Photoshop-Filter sollen mittels der programmierbaren SIMD-Prozessor-Arrays umgesetzt werden können – laut Hersteller besonders interessant für den professionellen Grafikbereich.
Die Wildcat-VP-Grafikkarten sind für den Einsatz in AGP-4X-Grafikworkstations gedacht und bringen Treiber für Windows 2000 und Windows XP mit sich. Windows 98/ME soll ebenfalls unterstützt werden, die Treiber stehen jedoch im Gegensatz zu denen für 2000/XP noch nicht zum Download zur Verfügung und scheinen damit noch nicht fertig zu sein – ähnlich wie bei Matrox' neuen Parhelia-Grafikkarten. Die Wildcat-VP-Treiber unterstützen DirectX 8.1 mit Vertex Shader 1.1 und Pixel-Shader 1.2 (NVidia GeForce3/4 & Matrox Parhelia: Version 1.3; ATI Radeon 8500/FireGL 8800: Version 1.4) sowie OpenGL mit eigenen Shader-Erweiterungen.
Die drei Wildcat-VP-Grafikkarten bieten Zweischirm-Unterstützung für je ein analoges (VGA) und ein digitales (DVI-I) Display, es können per Adapter auch zwei VGA-Monitore angeschlossen werden. Die Wildcat VP970 bietet anstelle des herkömmlichen DVI-I- einen Dual-Link-DVI-I-Anschluss. Die drei Karten bieten zudem einen Ausgang zur Synchronisation von 3D-Shutter-Brillen.
Man darf nun gespannt sein, wann Creative die ersten P10-Grafikkarten für den Consumer-Bereich ankündigen und ausliefern wird.


