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RDMA - Direkte Speicherzugriffe per TCP/IP

Offenes Industrieforum zur Schaffung von Spezifikationen gegründet. Mittels "Remote Direct Memory Access" (RDMA) soll in Zukunft die direkte Datenübertragung von einem Computer in den Speicher eines zweiten bei minimaler Belastung der Speicherbus-Bandbreite und ohne zusätzlichen CPU-Aufwand möglich werden. Das neue gegründete "RDMA Consortium", dem Adaptec, Broadcom, HP, IBM, Intel, Microsoft und Network Appliance angehören, will dafür die nötigen architektonischen Spezifikationen entwickeln und damit dem steigenden Bedarf an Netzwerk-Bandbreite und -Geschwindigkeit Rechnung tragen.
/ Christian Klaß
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Bei RDMA-Zugriffen soll die Speicherschutz-Semantik erhalten bleiben. Es entfallen dafür die für die Kommunikation über TCP/IP typischen Kopieroperationen, die CPU- und Speicherressourcen erheblich belasten und die Latenzzeiten erhöhen. RDMA beschleunigt damit die Kommunikation deutlich.

RDMA über TCP/IP legt die interoperablen Spezifikationen für die Unterstützung von RDMA-Funktionen über Standard-TCP/IP-Netzwerke fest. Die Aufgabe des RDMA-Konsortiums ist die Erstellung von Spezifikationen für eine komplette RDMA-Lösung, die sich aus RDMA, DDP (Direct Data Placement) und Rahmenprotokollen über TCP/IP zusammensetzt.

Die Mitglieder des offenen RDMA-Konsortiums planen, in der zweiten Hälfte 2002 mit der Version 1.0 der architektonischen Spezifikationen fertig zu sein und bis 2003 oder 2004 die Umsetzung in Produkte zu ermöglichen.

Da das RDMA-Konsortium als ein offenes Industrieforum angelegt ist, hofft man auf die Beteiligung(öffnet im neuen Fenster) weiterer Technologie-Unternehmen zur Entwicklung der neuen Spezifikationen. Das RDMA-Konsortium ergänzt die Tätigkeit der Internet Engineering Task Force (IETF) und wird die erarbeiteten Entwürfe mit den entsprechenden IETF-Gremien abstimmen.


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