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Arbeitskreis will Videoüberwachung kritisch hinterfragen

Thematisches Netzwerk für den interdisziplinären Austausch. Der kalte Blick von Überwachungskameras wird langsam aber sicher zum Alltagsphänomen. Wer und was sich hinter ihm verbirgt, welchem Zweck die Überwachung dient und was mit den Aufnahmen geschieht, entzieht sich jedoch weitgehend der Kenntnis der Beobachteten. Über den tatsächlichen Nutzen und die Wirkungen von Videoüberwachung liegen bislang wenig Erkenntnisse vor.
/ Andreas Donath
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Im Rahmen des Kongresses "Save Privacy. Grenzverschiebungen im digitalen Zeitalter" wurde am 07. Juni 2002 in Berlin ein bundesweiter Arbeitskreis "Videoüberwachung und Bürgerrechte" auf Initiative des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V. ins Leben gerufen, um das Phänomen kritisch zu hinterfragen und die sich ausbreitende Überwachungspraxis selbst bürgerrechtlich zu überwachen. Für die Analyse von und den Umgang mit Videoüberwachung ist es nach Darstellung des Arbeitskreises unerlässlich, verschiedene Perspektiven zu verbinden. Deshalb haben sich Forscher und Praktiker aus den Bereichen Informatik, Sozial-, Rechts- und Geisteswissenschaften sowie Künstler und Aktive aus der Bürgerrechtsbewegung zusammengefunden. Sie wollen gemeinsam ein thematisches Netzwerk für den interdisziplinären Austausch aufbauen, wollen informieren und Öffentlichkeit schaffen, um der Intransparenz und einer unkontrollierten Ausbreitung der Überwachung zu begegnen.

Geplant sind hierzu die Koordinierung von Kartierungsprojekten, thematische Workshops, ein Newsletter und Web-Portal sowie Publikationen und Vorträge.


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