Schulnetze sollen trotz Mittelknappheit ausgebaut werden

Bund, Länder und Kommunen suchen nach schulischen Netzwerklösungen

Die Ausstattung der deutschen Schulen mit moderner Informationstechnologie ist in den letzten Jahren erheblich verbessert worden. Doch mangelt es immer noch an Konzepten, wie man Wartung und Instandhaltung langfristig gewährleisten kann, damit Lehrerinnen und Lehrer beim Einsatz Neuer Medien im Unterricht nicht von ihren pädagogischen Inhalten abgehalten werden. Eine kürzlich gestartete Ausschreibung des Bundesbildungsministeriums zum Thema "Systemlösungen für die Computernutzung in der schulischen Bildung" richtet sich insbesondere an Schulträger, die in Kooperation mit IT-Dienstleistern Konzepte entwickeln. Die Ausschreibung, die bis zum 16.9.2002 läuft, wird fachlich von IT works, einem Projekt von Schulen ans Netz e. V., begleitet.

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"Funktionierende und leicht handhabbare Computer und Netzwerke sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dies ist Konsens unter den 16 deutschen Bundesländern", betonte Dr. Wolf-Dieter Lukas vom Bundesbildungsministerium beim Pressehintergrundgespräch im Berliner DB-Tower am 18. Juni. Da Lehrkräfte beim Stand der heutigen Technik nicht die Aufgaben von Systemadministratoren bewältigen können, bedarf es eines schulischen IT-Netzwerkes, das eine pädagogisch sinnvolle Nutzung von PC und Internet ermöglicht, ohne die Schulen zeitlich und personell zu belasten.

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Ein wichtiger Aspekt beim Computereinsatz in der Schule ist angesichts leerer Kassen die Kostenreduzierung. Bislang existiert eine Vielzahl an vergleichsweise teuren Einzellösungen in Ländern und Kommunen. Ralph Sonnenschein vom deutschen Städte- und Gemeindebund verspricht sich von der Fördermaßnahme des BMBF einen nachhaltigen Einspareffekt. Eine professionell organisierte Gesamtinfrastruktur könnte kommunen- und länderübergreifend zum Einsatz kommen; standardisierte Netzwerklösungen böten auch für Lehrkräfte den Vorteil, sich bei einem Schulwechsel nicht wieder in eine fremde Netzstruktur einarbeiten zu müssen. "Das zu entwickelnde Modell muss auf jeden Fall flexibel sein, da jede Schulform andere Anforderungen an die IT-Infrastruktur stellt", unterstrich Ralf Münchow, geschäftsführender Vorstand von Schulen ans Netz e. V., die Zielvorgabe der Ausschreibung.

Da sich der Verein Schulen ans Netz bereits seit Frühjahr letzten Jahres über sein Projekt IT works mit dem Thema "Netzwerklösungen für Schulen" befasst, ist ihm die fachliche Betreuung der Fördermaßnahme vom Bundesbildungsministerium übertragen worden. Man versteht sich dabei als Ansprechpartner für Länder, Schulträger und IT-Dienstleister. Auf Veranstaltungen, aber auch auf der Website (www.schulen-ans-netz.de/itworks) wird regelmäßig über Ergebnisse der Fördermaßnahme berichtet werden. Das große Interesse am Thema zeigte sich erst kürzlich auf der Fachtagung "Wartung und Administration von IT-Systemen in den NRW-Schulen" in Dortmund, wo IT works mit einem Stand vertreten war.

Die erste Phase des Ideenwettbewerbes dauert bis zum 16. September 2002. Die besten Projektskizzen werden in einer zweiten Phase der Projektdurchführung vom BMBF gefördert werden. Dafür stehen rund 20 Millionen Euro zur Verfügung.

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Miller 22. Dez 2002

Unsere 2 PC Räume haben wir mit PC Sheriff ausgerüstet. Server NT4.0 und Clients Win98...

Johannes... 20. Jun 2002

Ist es eben nicht. Hast Du Dich mal bei Lehr- und Lernsoftware umgeschaut ? Das sind...

AnnaBit 20. Jun 2002

Hallo Jack, leider hast du keine blasse Anhnung, was an Schulen heute läuft. Es ist...

Jack 20. Jun 2002

... durch eine überall gleiche Lösung wird der Einsatz von Linux ausgeschlossen. Und das...



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