Abo
  • Services:
Anzeige

Abmahnwelle wegen nicht genanntem Jugendschutzbeauftragten

Verband: "Anbietern soll Geld aus der Tasche gezogen werden"

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V. (Köln), hat mehrere Hinweise darauf erhalten, dass derzeit eine Abmahnwelle gegen Webseitenbetreiber im Gange ist, die keinen Jugendschutzbeauftragten ihm Rahmen ihres Angebotes namentlich benennen. Bereits vor knapp zwei Wochen hatte das Adultwebmaster Network berichtet, dass die Krefelder Anwaltskanzlei Pils und Neuber im Namen ihrer Mandantin, Reckless-Media GmbH, eine Serienabmahnung gegen Erotikwebmaster gestartet hat, die auf ihren Webseiten keinen Jugendschutzbeauftragten benannt haben.

Anzeige

Wer Inhalte im Internet anbietet, die jugendgefährdend sein können, hat nach § 7 a des Gesetzes über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte bzw. § 8 Abs. 4 des Medienstaatsvertrages einen Jugendschutzbeauftragten zu bestellen, weist der eco-Verband auf die aktuelle Rechtslage hin.

Diese Verpflichtung könne der Anbieter auch dadurch erfüllen, dass für ihn eine Organisation der freiwilligen Selbstkontrolle wie die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter) oder die Internet Content Task Force (ICTF) des eco-Verbandes die Aufgaben des Jugendschutzbeauftragten wahrnimmt. Das Gesetz sehe jedoch nur die Bestellung, nicht hingegen die Veröffentlichung der Kontaktdaten des Jugendschutzbeauftragten vor, so der Verband.

"Es soll hier offensichtlich der Versuch unternommen werden, Anbietern Geld aus der Tasche zu ziehen", sagt Thomas Rickert, Leiter des Arbeitskreises ICTF im Verband der deutschen Internetwirtschaft.

Besonders brisant sei die Angelegenheit laut Rickert deshalb, weil der abmahnende Anwalt mindestens in einem Fall vor Zustellung der Abmahnung telefonisch mit dem Seitenbetreiber Kontakt aufgenommen und ihm angeboten hat, gegen ein monatliches Entgelt die Rolle des Jugendschutzbeauftragten zu übernehmen. Eco bietet an, den Kontakt zwischen Betroffenen herzustellen, damit diese ihr Vorgehen untereinander abstimmen können.

Das Adultwebmaster Network (AWMN) hingegen prüft rechtliche Schritte. "Ich vermute, dass auf Grund unserer bevorstehenden negativen Feststellungsklage die Kanzlei durch die Unterlassungserklärungen vor Gericht versuchen wird zu beweisen, dass die Webmaster ebenfalls der Meinung sind, ein Jugendschutzbeauftragter müsse auf der Webseite benannt werden. Durch die negative Feststellungsklage wollen wir hier endlich ein Gerichtsurteil erwirken, damit solche Abmahnungen in Zukunft unterbunden werden können", Torsten Wenzel, Vorstandsvorsitzender des Webmastervereines AWMN.


eye home zur Startseite
Mal sehen 27. Mär 2007

"Florian" ist übrigens Andreas Neuber selbst. Was der sonst so treibt? http://mariodolzer...

Klein 15. Sep 2006

reckless media GmbH mahnt wieder ab. Abmahnwelle hat wieder begonnen. Mahnt...

Dibo 18. Mai 2003

Hallo! Was nützt es eigentlich, einen Jugendschutzbeauftragten zu bestellen, wenn die...

Duckman 22. Jun 2002

Jau, und genau da setzt Deine Verantwortung als Vater ein! DU und nur DU alleine bist...

Florian 19. Jun 2002

Die EU hat in einer Verordnung mehr als deutlich festgelegt, dass alle Verantwortlich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. WEGMANN automotive GmbH & Co. KG, Veitshöchheim
  2. Continental AG, Ingolstadt
  3. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verschiedene Standorte
  4. neam IT-Services GmbH, Paderborn


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,99€
  2. (-10%) 53,99€

Folgen Sie uns
       

  1. Turi Create 4.0

    Apple macht KI-Framework zur Bilderkennung quelloffen

  2. LG 32UD99-W im Test

    Monitor mit beeindruckendem Bild - trotz unausgereiftem HDR

  3. Jailbreak

    Googles Sicherheitsteam hackt mal wieder das iPhone

  4. Asus Rog Strix

    Notebooks mit 120-Hz-Display für LoL und Pubg vorgestellt

  5. Raumfahrt

    SpaceX schickt gebrauchtes Gespann zur ISS

  6. Android-Verbreitung

    Oreo gibt die rote Laterne ab

  7. Q# und QDK

    Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

  8. Corning

    3M verkauft seine Glasfaserproduktion

  9. In eigener Sache

    Golem pur verschenken

  10. Home Max

    Googles smarter Toplautsprecher kommt pünktlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
4K UHD HDR: Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
4K UHD HDR
Das ZDF hat das Internet nicht verstanden
  1. Cisco und Lancom Wenn Spionagepanik auf Industriepolitik trifft
  2. Encrypted Media Extensions Web-DRM ist ein Standard für Nutzer

King's Field 1 (1994): Die Saat für Dark Souls
King's Field 1 (1994)
Die Saat für Dark Souls
  1. Blade Runner (1997) Die unsterbliche, künstliche Erinnerung
  2. SNES Classic Mini im Vergleichstest Putzige Retro-Konsole mit suboptimaler Emulation

Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

  1. Wie soll das gehen? Für seine Anhänger ist doch...

    Keridalspidialose | 13:05

  2. Re: Oberleitungen sind geldverschwendung

    M.P. | 13:04

  3. Re: jetzt starten die USA...

    FreierLukas | 13:04

  4. Re: Diese Trump-Rhetorik verursacht Kopfschmerzen

    deefens | 13:04

  5. Re: Wer zahlt eigentlich den Strom

    chefin | 13:01


  1. 13:07

  2. 12:05

  3. 11:38

  4. 11:19

  5. 10:48

  6. 10:34

  7. 10:18

  8. 10:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel