Deutschland lässt Kryptoprozessor entwickeln
Der Chip, dessen Schlüssellänge je nach Bedarf variiert werden kann, soll exklusiv für das BSI entwickelt und gefertigt werden. Der Prozessor wird auf einer rekonfigurierbaren Chip-Architektur implementiert und arbeitet auf der Basis von modernen und komplexen 'Elliptic Curve'-Algorithmen, die am Fachgebiet Kryptographie und Computeralgebra der TU Darmstadt von Prof. Buchmann erforscht werden. Die Leitung der Entwicklung übernimmt Prof. Huss, Fachgebiet Integrierte Schaltungen und Systeme am Fachbereich Informatik.
Das BSI will mit dem Kryptoprozessor sicherstellen, dass die Übertragung sensibler, in großen Mengen anfallender Daten in öffentlichen Netzen national wie international vor unbefugten Zugriffen geschützt werden. Der an die TU Darmstadt gegangene Entwicklungsauftrag hat einen Umfang von rund 100.000 Euro. Das Projekt soll in einem Jahr abgeschlossen werden.