Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Deutschland lässt Kryptoprozessor entwickeln

BSI beauftragt Darmstädter Informatiker mit Prozessorentwicklung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn hat Prof. Johannes Buchmann und Prof. Sorin Huss von der Technischen Universität Darmstadt mit der Entwicklung eines Kryptoprozessors für Systeme der Hochgeschwindigkeitsverschlüsselung beauftragt. Ziel des Projekts sind Prozessoren, die das Verschlüsseln von Daten in kürzester Zeit und dabei absolut sicher leisten.
/ Christian Klaß
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Chip, dessen Schlüssellänge je nach Bedarf variiert werden kann, soll exklusiv für das BSI entwickelt und gefertigt werden. Der Prozessor wird auf einer rekonfigurierbaren Chip-Architektur implementiert und arbeitet auf der Basis von modernen und komplexen 'Elliptic Curve'-Algorithmen, die am Fachgebiet Kryptographie und Computeralgebra der TU Darmstadt von Prof. Buchmann erforscht werden. Die Leitung der Entwicklung übernimmt Prof. Huss, Fachgebiet Integrierte Schaltungen und Systeme am Fachbereich Informatik.

Das BSI will mit dem Kryptoprozessor sicherstellen, dass die Übertragung sensibler, in großen Mengen anfallender Daten in öffentlichen Netzen national wie international vor unbefugten Zugriffen geschützt werden. Der an die TU Darmstadt gegangene Entwicklungsauftrag hat einen Umfang von rund 100.000 Euro. Das Projekt soll in einem Jahr abgeschlossen werden.


Relevante Themen