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Spam: Besser zur Selbsthilfe greifen als auf Gesetze warten

Wie Unternehmen Spam eindämmen können. Die richtige Konfiguration des Mailservers sowie Beschwerden beim Provider sind die wirksamsten Sofortmaßnahmen gegen unerwünschte Werbemails. Dass Gesetze die Spam-Flut eindämmen ist eher unwahrscheinlich, schreibt das iX Magazin in seiner aktuellen Ausgabe 7/2002 und gibt Tipps gegen lästige Mails.
/ Andreas Donath
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Die kaum zu bewältigende Flut unerwünschter Werbemails kostet Unternehmen Zeit, Geld und wertvolle Ressourcen. Der Missbrauch der elektronischen Kommunikation hat ein Ausmaß angenommen, das nicht mehr tragbar ist. Eine EU-Studie beziffert den jährlich weltweit durch Spam entstehenden Schaden auf rund zehn Milliarden Euro. Und die Spam-Flut steigt weiter. Derzeit ist nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens NetValue nahezu jede dritte E-Mail Werbung. Experten konstatieren gar alle sechs Monate eine Verdopplung des Spam-Volumens, so die iX.

Darum sollten sich Firmen, so iX, bemühen, die Spam-Flut mit eigenen Mitteln einzudämmen. Das Magazin beschreibt dazu kommerzielle und frei verfügbare Tools und gibt detaillierte technische Tipps zur Konfiguration des Mailservers. "Außerdem" , so Ute Roos von iX, "hilft oft eine Beschwerde beim Betreiber des Mailservers, von dem viele unerwünschte Werbemails kommen. Erfahren große Provider von den Aktivitäten des Spammers, sperren sie dessen Account."

"Firmen sind zudem in der Pflicht, ihre Mail-Installation besser gegen Missbrauch zu schützen" , erklärte Roos, "denn in über 50 Prozent der Fälle werden fremde Mailserver für das Versenden der Werbemails missbraucht." Darum sei es auch nahezu aussichtslos, juristisch gegen Spammer vorzugehen; zudem säßen diese oft im außereuropäischen Ausland.

Neue EU-Regelungen sehen ab 2003 härtere Strafen und Schadenersatz für das unerlaubte Versenden von Werbemails vor. "Doch dass Gesetze die Spam-Flut eindämmen, ist unwahrscheinlich" , kommentierte Roos dies skeptisch. Zurzeit sei Selbsthilfe erfolgversprechender als das Warten auf Vater Staat.


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