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Digitale Signatur: Aus Nutzersicht kein Trend erkennbar

Electronic Lifestyle ja – elektronische Signatur nein. Die digitale Signatur soll, so wurde auf den Signaturtagen am 12. Juni in Berlin verkündet, zukünftig von Staat und Wirtschaft mehr gefördert werden. Und das wird auch erforderlich sein, da aus Sicht der (potenziellen) Nutzer die digitale Unterschrift nach wie vor kaum von Interesse ist, so ein Ergebnis der W3B-Studie "Electronic Commerce im WWW".
/ Andreas Donath
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Für die meisten deutschsprachigen Online-Nutzer ist das Internet aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken – es hat sich zu einem vielseitigen Informations- und Kommunikationsmedium entwickelt. Auch die Begeisterung der Nutzer für den Online-Einkauf wächst wieder deutlich. Dennoch konnte sich im deutschen Markt eines nicht durchsetzen: Die elektronische bzw. digitale Signatur.

Mit Hilfe dieser persönlichen, beglaubigten Unterschrift soll der Internet-Nutzer in Zukunft online Waren bestellen, EC-Kartenzahlungen veranlassen, virtuelle Behördengänge erledigen, sich via Internet an Wahlen beteiligen u.v.m. Doch die neue W3B-Studie zeigt, dass die digitale Signatur bei den Nutzern nach wie vor nur auf verhaltenes Interesse stößt. Seit der Einführung der digitalen Signatur ist der Anteil ihrer aktiven Nutzer nicht über 7 Prozent gestiegen. Rückläufig ist dagegen im Zeitverlauf der Anteil der Personen, welche über die Signatur verfügen, aber noch nicht aktiv nutzen – ebenso wie die Gruppe der Onliner, die sich zukünftig eine digitale Signatur zulegen will. Parallel dazu ist der Anteil der Ablehner der digitalen Signatur gestiegen: von 17,9 Prozent im Herbst 2000 auf 26,4 Prozent im Frühjahr 2002.

Für die Online-User sind heute wichtige Einsatzbereiche und nützliche Anwendungen der digitalen Signatur noch immer nicht klar genug kommuniziert worden. Dabei stellt sie durch die daraus erwachsende Vertragssicherheit im digitalen Geschäftsverkehr einen wesentlichen Faktor für den zukünftigen Erfolg des Electronic Commerce dar. Nicht zuletzt bei der Abrechnung kostenpflichtiger digitaler Online-Inhalte, dem so genannten "Paid Content", kann die digitale Signatur eine entscheidende Rolle spielen.

Die 14. Befragungswelle der WWW-Benutzer-Analyse W3B fand vom 4. April bis 9. Mai 2002 statt. Innerhalb des fünfwöchigen Erhebungszeitraumes wurden über 94.000 deutschsprachige Internet-Nutzer online befragt.


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