ASP: Totgesagte leben länger

Die E-Learning-Spezialisten der im Ruhrgebiet ansässigen Schenck.de Aktiengesellschaft entwickeln bereits seit sieben Jahren E-Learning-Lösungen. Ein Teil der Anwendungen wird als ASP-Angebot vermarktet. Das Interview mit Tobias Schenck, dem Vorstand der gleichnamigen Firma, zeigt, worauf es ankommt und welche Visionen für künftige Anwendungen bestehen.

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Golem: Welche Kriterien für die Wahl eines ASP-Anbieters sind für die Anwender besonders wichtig?

Tobias Schenck: Die kaufmännische Kalkulation ist ein Teil der Grundlage. Dabei ist es wichtig, auf Nutzungsgebühren, Zugangskosten und Einrichtkosten zu achten. Ebenso wichtig ist aber auch der strategische Part. Der ASP-Anbieter muss zum einen die Beratungsleistung erbringen, um einen erfolgreichen Projektabschluss sicherzustellen und zum anderen sollte ein ASP-Anbieter flexibel sein, wenn der Kunde später Teile des Geschäftsprozesses oder das ganze System insourcen will.

Golem: Für welche Anbieter ist es lohnend, den Kunden auch ASP-Angebote zu unterbreiten?

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Schenck: ASP bietet grundsätzlich dort die größten Vorteile, wo die Kosten für Infrastruktur und Systempflege gesenkt werden können. Dies ist insbesondere der Fall, wenn große Bandbreiten gebraucht werden oder Anwendungen immer wieder erweitert werden. Bei der Einführung beispielsweise von UMTS-Portalen werden Anwendungen wohl wöchentlich ausgebaut werden müssen, um im Markt bestehen zu können. In diesen Bereichen wird sich für mittelständische Unternehmen etwas anderes als ASP gar nicht rechnen.

Golem: In Ihrem Haus werden vornehmlich E-Learning-Lösungen entwickelt. Auch im Zukunftsmarkt E-Learning gibt es Verschiebungen. Für welche Kunden sind Ihre ASP-Lösungen besonders interessant?

Schenck: Im E-Learning-Sektor gibt es erheblichen Konsolidierungsbedarf, doch das heißt nicht, dass es dem Markt wirklich schlecht geht. Es gibt derzeit erhebliche Verschiebungen hin zu den Konzepten. Davon aber profitiert vor allem der Kunde. ASP spielt im E-Learning-Markt eine bedeutende Rolle, weil es Prozesse beschleunigt und kostengünstiger gestaltet. In der jetzigen Wirtschaftssituation suchen Unternehmen vermehrt nach Lösungen, den eigenen Vertrieb zu stärken und Kosten zu senken. Die Kapitalrücklaufzeit sollte bei der Anfangsinvestition in eine E-Learning-Lösung bei maximal sechs Monaten liegen, von allem anderen würde ich die Finger lassen.

Golem: Eignen sich ASP-Lösungen im Bereich des E-Learning nicht auch ganz besonders als Ergänzung zu technisch hochwertigen Komponenten in der Fertigung vieler Industrieunternehmen?

Schenck: Ja, denn der zukünftige Trend für Firmen liegt vor allem in der Investition in neue, oft sehr teure, elektronische Komponenten und in der gleichzeitigen Reduzierung der Gesamtkosten durch die Online-Schulung der Ingenieure und Techniker. Denn die ist nicht nur wesentlich preiswerter als der Besuch einer Präsenzschulung, sondern kann auch ohne Wartezeit durchgeführt werden. Schließlich genügt ein Internetzugang und der Kurs kann beginnen. Einen Ausblick auf diese Möglichkeiten gibt Siemens mit ersten Angeboten auf der Lernplattform Sitrain.

Golem: Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung des ASP-Marktes ein?

Schenck: Der ASP-Markt wird meiner Einschätzung nach nur für die Firmen Erfolg bieten, die mit fundierten Konzepten den finanziellen Erfolg ihrer Kunden sicherstellen. Ein ASP-Anbieter, der mitwachsende Lösungen anbietet und sich um den Erfolg seiner Kunden kümmert, wird auch selbst Erfolg haben.

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