Bundesregierung bietet Bündnis für elektronische Signaturen

Enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Staat angestrebt

Nachdem die Deutsche Post am 23. Mai 2002 ihren Ausstieg aus dem Markt für digitale Signaturen ankündigte, forderte unter anderem das Fraunhofer Institut für Telematik, dass der Staat das Thema Sicherheitsinfrastruktur im Internet nicht ausschließlich kommerziellen Anbietern überlassen dürfe. Anlässlich der Signaturtage 2002 in Berlin strebt die Bundesregierung nun ein "Bündnis für elektronische Signaturen" mit Wirtschaft und den öffentlichen Verwaltungen der Länder und Gemeinden an.

Artikel veröffentlicht am ,

Vorgestellt wurde das Bündnis von Brigitte Zypries, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, und Dr. Alfred Tacke, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Laut Staatssekretär Dr. Tacke braucht der Markt für elektronische Signaturen "einen kräftigen Schub", der am besten über eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Staat erreicht werden könne. Daher biete die Bundesregierung nun der Wirtschaft ein Signaturbündnis an. "Innovative Ansätze sollen stärker unterstützt und gemeinsame Fragen partnerschaftlich geklärt werden", so Dr. Tacke.

Stellenmarkt
  1. IT-Systembetreuer / Chapter Lead (m/w/d) Windows / Unix
    ING Deutschland, Frankfurt, Nürnberg
  2. (Senior) IT Business Consultant (m/w/d) Telekommunikation
    AUSY Technologies Germany AG, München, Hamburg, Düsseldorf
Detailsuche

Brigitte Zypries, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium: "Mit der E-Government-Initiative BundOnline 2005 wird die Bundesregierung über 350 Dienstleistungen der gesamten Bundesverwaltung online anbieten. Viele benötigen Signatur und Verschlüsselung. BundOnline 2005 ist damit eine wichtige Plattform für die breite Anwendung elektronischer Signaturen. Schön wäre es, wenn neben der Signatur noch andere Anwendungen mit den Karten möglich wären", sagte die Staatssekretärin. Dafür wolle man nun in dem "Bündnis für elektronische Signaturen" bei der Wirtschaft werben.

Entsprechend sollen vor allem Signaturkartenangebote unterstützt werden, die für E-Goverment-Dienstleistungen nutzbar sind. Kerngedanke des Bündnisses ist, dass vom Einsatz elektronischer Signaturen Staat und Wirtschaft gemeinsam profitieren. Daher sollten sich beide Seiten die Förderung des Einsatzes elektronischer Signaturen zum gemeinsamen Anliegen machen. Dies gelte für privatwirtschaftliche Anbieter von Infrastrukturen ebenso wie für Behörden als Anbieter von E-Government-Dienstleistungen, heißt es in einer Mitteilung vom Bundesinnenministerium. Beispielsweise könnten Banken neue Kunden durch das Angebot innovativer Dienstleistungen unter Anwendung von Signaturen gewinnen. Behörden könnten Prozesse automatisieren und effizienter gestalten.

Den Anbietern von Signaturchipkarten will die Bundesregierung deshalb mit dem Bündnis einen "partnerschaftlicher Dialog über gemeinsame Fördermöglichkeiten" anbieten. Ziel ist die schnelle Verbreitung von Signaturchipkarten in Wirtschaft und Verwaltung. Der Dialog schließe gleichzeitig auch die Erörterung von technischen und rechtlichen Fragen zur Erleichterung des Einsatzes qualifizierter elektronischer Signaturen sowie die Verstärkung der Zusammenarbeit bei Modellvorhaben ein. Weiteres Anliegen sei ein konzertiertes Vorgehen bei nationalen und internationalen Standardisierungsfragen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

  2. Hauptuntersuchung: Tesla Model S beim TÜV nur knapp vor Verbrennern von Dacia
    Hauptuntersuchung
    Tesla Model S beim TÜV nur knapp vor Verbrennern von Dacia

    Bei den TÜV-Prüfungen schneidet das Model S nicht viel besser ab als sehr günstige Verbrenner. Andere E-Autos sind da besser.

  3. Raumfahrt: China schleppt defekten Satelliten ab
    Raumfahrt
    China schleppt defekten Satelliten ab

    Ein nicht funktionsfähiger Satellit wurde mit Hilfe eines weiteren Satelliten dorthin verbracht, wo er keine Gefahr darstellt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /