Abo
  • Services:

Xerox: Kohlenstoff-Fasern statt Metall-Pins in Steckern

CarbonConX-Technik soll nicht mehr nur in Druckern eingesetzt werden

Geht es nach Xerox, sollen bald die für Verbiegen und Brechen anfälligen Metall-Pins in Steckverbindungen aller Art durch deutlich robustere und ebenfalls leitfähige Kohlenstoff-Fasern ersetzt werden. Die nun erstmals in Lizenz angebotene "CarbonConX"-Technik soll in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden können, von der Automobilindustrie, Unterhaltungselektronik und Medizin bis hin zur Luftfahrt.

Artikel veröffentlicht am ,

Die von Xerox ersonnene Kohlenstoff-Faser-Technik CarbonConX soll Elektronen ebenso leiten wie traditionelle Metall-Steckverbinder, jedoch nicht nur verlässlicher sein, sondern auch billiger produziert werden können und zudem die härtesten Umgebungen ertragen. So soll Kohlenstoff weniger anfällig für Korrosion oder Verunreinigungen wie etwa durch Salzwasser, Hitze und Staub sein.

Stellenmarkt
  1. Württembergische Versicherung AG, Stuttgart
  2. Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn

CarbonConX (sprich: CarbonConnects) nutzt einen "pultrusion" getauften Fertigungsprozess, um Tausende von dünnen Kohlenstoff-Fasern zu einem Polymer-ummantelten festen Element zu bündeln - vergleichbar mit dem Bündeln tausender Strohhalme zu einem soliden Block oder einem Stab. Etwa 1.000 Fasern sollen dabei einen 0,3 mm durchmessenden Stab ergeben. Die Kohlenstoff-Fasern lassen sich in verschiedene Formen, Anordnungen und Größen bringen. Dadurch, dass tausende Fasern gebündelt und schließlich gestutzt werden, sollen die Kohlenfaser-Steckverbindungen effektiv mehr Kontaktfläche aufweisen und damit verlässlichere elektrische Verbindungen garantieren.

Ganz neu ist die nun per Lizenz erstmals auch anderen Herstellern zugängliche Technik des "Xerox Wilson Center for Research and Technology" nicht, da Xerox sie bereits in rund 75 Prozent seiner High-End-Drucker erfolgreich einsetzt. Diese sollen dadurch deutlich weniger anfällig für interne Verunreinigungen durch mikroskopische Farbpartikel sein, welche sich an Steckverbindungen festsetzen können. Ursprünglich wurde die Technik entwickelt, um durch die Papierführung in Druckern erzeugte statische Elektrizität aus dem Gehäuse abzuleiten.

Die CarbonConX-Technik umfasst über 30 Patente und wird von Xerox in dieser Woche auf der Elektronik-Fachmesse NEPCON in Boston, USA, demonstriert.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

Folgen Sie uns
       


Sony E3 2018 Pressekonferenz - Live (techn. Probleme)

Sony hatte während der Übertragung der Pressekonferenz der E3 2018 massive technische Probleme. Abseits davon waren die gezeigten Spiele aber sehr gut. Trotzdem empfehlen wir, den Abschnitt nach The Last of Us bis zu Ghost of Tsushima zu überspringen. (Minute 40-50)

Sony E3 2018 Pressekonferenz - Live (techn. Probleme) Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /