BREKO kritisiert Dialerschutzgesetz

Aufwand für Telekommunikationsgesellschaften sei zu groß

Die gestern vom Bundeskabinett beschlossene Änderung der Telekommunikations-Kundenschutzverordnung stößt beim Bundesverband der regionalen und lokalen Telekommunikationsgesellschaften (BREKO) auf Ablehnung. Dem Ziel, die Telefon- und Internetnutzer vor kriminellen Machenschaften einiger 0190-Diensteanbieter zu bewahren, erweise man so einen Bärendienst, meint BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann.

Artikel veröffentlicht am ,

"Wieder einmal macht es sich die Politik zu einfach. Von unseren Mitgliedsunternehmen wird eine völlig unrealistische Hilfestellung verlangt", so Lüddemann ärgerlich und bezieht sich damit auf die geforderten Angaben zu den Urhebern der 0190er-Nummern, die die Telekomfirmen laut Beschluss auf jeder Rechnung ausweisen sollen. BREKO-Unternehmen hätten festgestellt, dass dies ein Ding der Unmöglichkeit sei.

Stellenmarkt
  1. Data-Analysts (w/m/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden, Berlin, Meckenheim
  2. Discover Trainee (m/w/d) eCommerce
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
Detailsuche

In Gesetzentwurf der Bundesregierung wird gefordert, dass alle Anbieter von 0190-Dienstleistungen, die auf einer Rechnung auftauchen, mit ihrer ladungsfähigen Adresse aufgeführt werden müssen. Derzeit ist es für Kunden, die sich gegen unberechtigte Abrechungen zur Wehr setzen wollen, oft extrem schwierig, an die Adressen der Anbieter heranzukommen, an die sie zahlen sollen.

Die 0190-Nummern lassen sich im Gegensatz zu einer Rufnummer, die jeder normale Teilnehmer hat, weitervermieten, sogar im täglichen Rhythmus, so dass eine unüberschaubare Vielfalt an Vermietern und Untervermietern entsteht. "Selbst wenn man den verantwortlichen Letzten in der Kette ausfindig gemacht hat, ist es für entsprechende Angaben auf der Rechnung viel zu spät", erklärt Lüddemann und weist zusätzlich auf die ungeklärte rechtliche Situation in Hinsicht auf die Weitergabe der Daten durch die Unternehmen hin.

Einen möglichen Ausweg könne es geben, wenn die Anbieter von 0190er-Diensten von sich aus eine geeignete Form der Selbstverpflichtung fänden. Entsprechende erkennbare Ansätze habe die Politik bedauerlicherweise völlig außer Acht gelassen, anstatt sie aufzugreifen und zu fördern, kritisiert der Verband.

"Die Unternehmen würden aufs Ärgste belastet", befürchtet der Verbandsgeschäftsführer, "es ist nicht auszudenken, welcher organisatorische und finanzielle Aufwand durch diese unnütze Detektivarbeit entstünde." In diesem Zusammenhang weist BREKO auf die Eigenverantwortung jedes Telefon- und Internetnutzers hin. In den meisten Fällen könne unliebsamen Überraschungen vorgebeugt werden, etwa indem man bei seiner Telefongesellschaft die 0190er-Nummern sperren lasse. Dies schütze auch wirksam gegen die perfiden so genannten Dialer im PC.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


alphacentauri 10. Apr 2003

Richtig! Deshalb tritt BREKO ja auch als Sachwalter der Betrüger auf, weil man ja kräftig...

Quercus 10. Jun 2002

Ist doch klar, warum diese Kritik geäußert wird: Wenn das Gesetzt funktioniert, dann...

Michael Groß 10. Jun 2002

Wer bekommt denn dann das Geld, wenn es so schwierig ist den Empfänger herauszufinden...

der Mosher 10. Jun 2002

Wenn es für die Telekommunikationsgesellschaften einen unzumutbaren Aufwand darstellt...

JoeDAnte 09. Jun 2002

Selbst Schuld haben die Leute von der BREKO! Es ist ihnen ein Ultimatum gestellt worden...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Powertoys
Microsofts kostenlose Tools, die Windows besser machen

Dateien benennen und Programme von überall starten: Mit den richtigen Tools lässt sich Windows besser bedienen. Wir zeigen die Powertoys.
Von Oliver Nickel

Powertoys: Microsofts kostenlose Tools, die Windows besser machen
Artikel
  1. Landsat-9: Erdbeobachtung startet heute Abend
    Landsat-9
    Erdbeobachtung startet heute Abend

    Die NASA schickt am Abend des 27. September den Landsat-9 Satelliten ins All. Seit 49 Jahren beobachtet die Reihe die Erdoberfläche.

  2. Artemis: NASA zeigt neue Bilder ihrer SLS-Mondrakete
    Artemis
    NASA zeigt neue Bilder ihrer SLS-Mondrakete

    Mit der Artemis-Mission sollen bis 2024 wieder Menschen auf dem Mond landen. Nun zeigt die NASA aktuelle Bilder ihrer Mondträgerrakete.

  3. Samsung Galaxy Tab S7+ bei Amazon um 230 Euro reduziert
     
    Samsung Galaxy Tab S7+ bei Amazon um 230 Euro reduziert

    Samsung-Produkte zum Spitzenpreis gibt es jetzt eine Woche lang bei Amazon, darunter Tablets, Smartphones, Haushaltsgeräte und vieles mehr.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /