Real: Deutscher RealOne Player in den nächsten zwölf Monaten

Linux-Version des RealOne Player vorerst nicht geplant

Mark Hall von Real Networks, als Vice President zuständig für den Bereich "Media Publishing and Programming", hat - nach einer von etwa einer Hand voll Zuhörern besuchten Keynote - auf der Internet World in Berlin gegenüber Golem.de erstmals grob angegeben, ab wann die deutsche Version des RealOne Player sowie entsprechende Inhalte fertig sein werden. Innerhalb der nächsten zwölf Monate soll es soweit sein, derzeit analysiere man noch, welche kostenpflichtigen Audio- und Video-Inhalte für welche Abonnementgebühren in Deutschland auf Interesse stoßen würden.

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Zudem sei Real derzeit noch dabei zu überlegen, ob und welche Partner für den Deutschland-Start interessant sind. Real liebäugelt derzeit mit großen Telekommunikationsunternehmen und Providern, die nicht nur die RealOne-Plattform promoten, sondern auch die Abrechnung übernehmen könnten. Es gelte, ein für alle Seiten sinnvolles Partnerschaftsmodell zu finden.

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  2. Real: Deutscher RealOne Player in den nächsten zwölf Monaten

Allgemein erklärte Hall, dass es auf ein ausgewogenes Angebot an kostenpflichtigen und kostenlosen Inhalten ankomme. In den USA zahlen Nutzer derzeit 10 US-Dollar/Monat ("SuperPass", ehemals "GoldPass") für den Zugriff auf kostenpflichtige Streams. Der europäische Streaming-Markt werde jedoch aus amerikanischer Sicht oft unterschätzt, da er auf Grund der kulturellen und sprachlichen Unterschiede wesentlich komplexer sei als der US-Markt. Inhalteanbieter, mit denen man in Deutschland zusammenarbeiten werde, wollte Hall noch nicht nennen. Auf die Frage, ob Real - ähnlich wie bei DVD-Playern mit ihren Regional-Codes - deutschen Nutzern den Zugriff auf internationale Angebote sperren wird, erklärte Hall, dass dies von den Inhalteanbietern und regionalen Beschränkungen wie etwa beim Sport abhängen würde. Man werde jedoch versuchen, Beschränkungen zu vermeiden, sofern dies möglich sei.

Probleme sieht Hall noch in den Bereichen Digital Rights Management (DRM), da hier eine Zusammenarbeit der verschiedenen Systeme fehlen würde. Die Benutzer würden zudem ihre Probleme mit kostenpflichtigen, aber dennoch zeitlich beschränkten Musikdownloads haben. Nachdem Hall deswegen von der Presse als Kritiker der Strategien von Reals Musiklabel-Partnern eingestuft wurde, war es ihm wichtig, gegenüber Golem.de darauf hinzuweisen, dass es seitens Real kein "Herumhacken auf Labels" gäbe. Die Musiklabel seien in einer sehr schweren Situation, da der Markt für digitale Musikdistribution in den nächsten fünf bis zehn Jahren dramatische Veränderungen erfahren werde, tragbare Geschäftsmodelle dafür entworfen werden müssten und der Weg für alle noch undurchsichtig sei. Dennoch wünsche man sich bei Real Networks, dass die Musiklabel mehr tun würden als bisher. Real Networks Technologie wird von BMG, EMI und Warner für die kommerzielle Musikplattform MusicNet genutzt, an der Real auch beteiligt ist, aber laut Hall keinen großen Einfluss hat.

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Uwe 06. Jun 2002

Ich habe die englische Version von Windows XP Pro installiert und demzufolge auch den...

Peter Retep 06. Jun 2002

Naja, hoechst unwahrscheinlich, dass die eigentliche Uebersetzung 12 Monate in Anspruch...

CK (Golem.de) 06. Jun 2002

Ich wollts ja nur gesagt haben. :) Ich setze übrigens zu Hause auch auf Winamp, gefällt...

real? No thanks! 06. Jun 2002

Mag sein, daß der "Basis"player kostenlos ist. Aber: Wer braucht schon nen Realplayer...

CK (Golem.de) 06. Jun 2002

Zur Anmerkung: Der RealOne Player ist in der Basisversion nicht kostenpflichtig, soweit...



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