• IT-Karriere:
  • Services:

Bielefelder Datenschutz-Verein klagt gegen Payback-System

Verletzt Rabattkarte den Datenschutz?

Der Vorsitzende vom Bielefelder Datenschutzverein "FoeBuD e.V." mit dem Pseudonym "padeluun" verklagt das Unternehmen Payback auf Einhaltung seiner Verträge. Unter dem "Deckmantel einer Rabattkarte" - so der Kläger - sammelt das Unternehmen Payback-Daten über das Kundenverhalten. Diese Praxis und das Verbergen des "eigentlichen" Geschäftszwecks bemängelt der Bielefelder Datenverkehrsverein FoeBuD e.V. schon seit längerem.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Verein brachte im Frühjahr 2001 ein "Hilfsmittel zur Informationellen Selbstverteidigung" heraus: die Privacy-Card. Hiermit können Kunden bei allen angeschlossenen Payback-Partnern so genannte Payback-Punkte sammeln. Die Kunden bleiben hiermit anonym. Die bei Unternehmen wie Obi, Kaufhof-Galeria, real,-, AOL, DEA etc. gesammelten Payback-Punkte kommen dem FoeBuD zugute. Etwa 1.500 Kundinnen und Kunden setzen bereits die Privacy-Card ein.

Stellenmarkt
  1. Media Cologne GmbH, Hürth
  2. CITTI Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Kiel

Einige Zeit nachdem Payback über die Presse Kenntnis von der Privacy-Card erhielt, stornierte das Unternehmen die weiterhin eingehenden Punkte. Der Kläger besteht auf der Weiterführung des mit Payback abgeschlossenen Vertrages und die Gutbuchung der Punkte. Eine gütliche Einigung war nach Klägerdarstellung bisher nicht möglich.

Privacy-Card
Privacy-Card


Die Payback-Karte ist das größte Bonuspunkte-Sammelsystem in Deutschland mit mittlerweile 15 Millionen Teilnehmern. Payback kommt als Rabattkarte daher, dient aber nach Meinung der Kläger vor allem dazu, personalisierte Daten zum Kaufverhalten von Millionen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gewinnen und kommerziell zu nutzen, ohne dass nach Ansicht der selbsternannten Datenschützer diese ausreichend informiert werden.

Die Privacy-Card funktioniert genauso wie eine Payback-Karte. Die Privacy-Card wird bei Einkäufen vorgelegt oder die Nummer wird bei Telefon- und Onlinebestellungen angegeben. Die Firmen registrieren den Rabatt. Die Punkte werden nun dem FoeBuD e.V. gutgeschrieben. Der FoeBuD hat die Privacy-Card nach eigenen Angaben schon im Vorfeld juristisch prüfen lassen: Es ist völlig legal, wenn die Privacy-Card des FoeBuD e.V. eingesetzt wird, so der Verein. Auf der Website unter www.foebud.org finden sich die aktuellen Punktestände, aktuelle Hinweise und natürlich alles Weitere zur Arbeit des FoeBuD e.V. Die anwaltliche Klagevertretung des FoeBuD e.V. hat der Münchener Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth übernommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,99€
  2. (-43%) 22,99€
  3. (-28%) 42,99€
  4. 23,99€

Criena 06. Jun 2002

Na, da kann ja nichts mehr schief gehen. :-D Criena


Folgen Sie uns
       


Halo (2001) - Golem retro_

2001 feierte der Master Chief im Klassiker Halo: Kampf um die Zukunft sein Debüt. Wir blicken zurück und merken, wie groß der Einfluss des Spiels wirklich ist.

Halo (2001) - Golem retro_ Video aufrufen
Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

Alphakanal: Gimp verrät Geheimnisse in Bildern
Alphakanal
Gimp verrät Geheimnisse in Bildern

Wer in Gimp in einem Bild mit Transparenz Bildbereiche löscht, der macht sie nur durchsichtig. Dieses wenig intuitive Verhalten kann dazu führen, dass Nutzer ungewollt Geheimnisse preisgeben.


      •  /