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Sicherheitsloch: Gopher zwingt Internet Explorer in die Knie

Microsoft bietet noch keinen Patch; Workaround möglich. Die finnische Sicherheitsfirma Online Solutions Oy berichtet über eine Sicherheitslücke im Internet Explorer, die bei der Nutzung des internen Gopher-Clients auftreten kann. Demnach genügt der Aufruf eines präparierten Gopher-Servers, damit ein Angreifer die volle Kontrolle über einen fremden Rechner erlangt.
/ Ingo Pakalski
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Wie Online Solutiony Oy erklärt, kommt es zu einem Buffer Overflow, wenn speziell präparierte Gopher-Server mit dem im Internet Explorer enthaltenen Gopher-Client aufgerufen werden. Für die Weiterleitung können sowohl normale Webseiten als auch HTML-Mails benutzt werden. Dies führt dann dazu, dass ein Angreifer unbemerkt zahlreiche Kommandos auf dem befallenen Rechner ausführen kann. So kann er Programme installieren, Daten löschen oder beliebige Programme starten. Das Sicherheitsloch soll die Versionen 5.5 und 6.0 des Internet Explorer betreffen.

Anfang 90er-Jahre entstand das Gopher-Protokoll, das es erlaubt, über entsprechende Gopher-Server zuzugreifen, die Dateien in hierarchisch geordneten Verzeichnissen vorhalten. Da der Dienst heutzutage nur sehr selten verwendet wird, stufen die Finnen das Risiko des Sicherheitslochs als gering ein. Sie geben an, dieses Problem vor rund 14 Tagen an Microsoft gemeldet zu haben, ohne dass bisher ein Patch erschienen ist.

Wer sich dennoch gegen einen solchen Angriff schützen will, kann den Internet Explorer so konfigurieren, dass Gopher-Server nicht besucht werden, sofern man über einen Proxy-Server auf das Internet zugreift, berichten die Sicherheitsexperten. In den Internetoptionen geht man dazu in den Bereich "Verbindungen" und wählt dort die LAN-Einstellungen. In den erweiterten Einstellungen für den Proxy-Server trägt man im Feld "Gopher" als Adresse "localhost" und als Port "1" ein. Wer dann weiterhin Gopher-Dienste nutzen will, muss dann einen anderen Web-Browser oder spezielle Gopher-Clients benutzen, weil diese der Internet Explorer nicht mehr anzeigt.


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