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Öffentliche Verwaltung öffnet sich Linux (Update)

... und anderer Open-Source-Software

Bundesinnenminister Otto Schily und IBM Deutschland-Chef Erwin Staudt haben heute in Berlin einen weitreichenden Kooperationsvertrag über die Förderung von offenen Computerbetriebssystemen und Software in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands unterzeichnet. Der Vertrag soll es Bund, Ländern und Kommunen erstmals ermöglichen, Software zu besonders günstigen Konditionen beschaffen zu können, die auf dem Betriebssystem Linux basieren - die Server werden dabei von IBM geliefert, die aufgespielte Linux-Distribution stammt von SuSE.

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"Dieser Kooperationsvertrag geht zurück auf eine Initiative, die ich nach den Terroranschlägen vom 11. September ergriffen habe. Ich habe damals das Gespräch mit einer Reihe wichtiger Industrievertreter der IT-Branche in Deutschland gesucht. Ziel war es, im Rahmen von Sicherheitspartnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor die IT-Infrastrukturen in Deutschland sicherer zu machen. Eine unabdingbare Voraussetzung hierfür ist die Verwendung sicherer Systeme und Software. Mit dem nun geschlossenen Kooperationsvertrag erreichen wir drei Ziele: Wir erhöhen die IT-Sicherheit durch die Vermeidung von Monokulturen; wir verringern die Abhängigkeiten von einzelnen Softwareanbietern, und wir sparen beim Kauf der Software und bei den laufenden Kosten", so Bundesinnenminister Otto Schily. Die erwarteten Einsparungen sollen nicht nur dem Bund, sondern auch den Ländern und Kommunen helfen. Sie könnten jetzt schnell, einfach und unkompliziert Produkte für Open-Source-Umgebungen beschaffen, so der Minister.

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Unter dem Dach eines Rahmenvertrages werden Einzelvereinbarungen für verschiedene Kooperationsfelder getroffen: Es werden beispielsweise Rahmenbedingungen festgelegt, die den Behörden wirtschaftliche Lösungen für den vermehrten Einsatz von Open-Source-Software - aber auch IBM-Produkten - bieten. Darüber hinaus werde ein strategisches Kooperationsmanagement eingerichtet, um innovative und wiederverwendbare IT-Lösungen für die Bundesverwaltung zu schaffen.

Erwin Staudt, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, sieht in der Entscheidung für Open-Source-Produkte in der Bundesverwaltung nicht nur ein zukunftsweisendes Signal an die Länder und Kommunen sondern auch ein Bekenntnis zum IT-Standort Deutschland. "Unsere gemeinsamen Arbeitsgruppen sollen zukünftig dabei helfen, geeignete Projekte in der Verwaltung zu definieren und die Anwendung von Open-Source-Software in der Praxis vorzubereiten", so Staudt.

"Der Rahmenvertrag mit IBM bietet allen Behörden die Möglichkeit, zu größerer Heterogenität in der Software zu gelangen. Die Tatsache, dass es mit Linux eine Alternative zum Betriebssystem Windows gibt, bringt uns als großem Softwarekunden außerdem Unabhängigkeit und eine bessere Kundenposition. Linux leistet daher auch einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des IT-Einsatzes in der Verwaltung", so Schily.



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nowhereman 03. Jun 2002

was hat das mit windows zu tun ? vielleicht eher mit ibm mainframes, die heute unter mvs...

wwweye 03. Jun 2002

dass ich das noch erleben darf?? hat lange gedauert - und ist IMHO eine unbedingte...

Criena 03. Jun 2002

IBM und SuSE sind Partner in diesem Bereich. Sodaß Investitionen, welche in Linux gemacht...

Spielverderber 03. Jun 2002

Danke, dass DIESE Steuergelder jetzt nicht mehr ausschließlich nach Redmond, sondern in...

Knerf 03. Jun 2002

und gleich noch ein Rahmenvertrag mit IBM... die sind ja soooo schlau, die Lobbyisten...


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