Justizministerin plant härtere Strafen für Gewaltspiele
Herta Däubler-Gmelin will Hersteller und Verbreiter stärker bestrafen. Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat nach dem Amoklauf von Erfurt einen Entwurf zur Verschärfung des Strafrechts vorgelegt. Danach sind härtere Strafen für die Herstellung und Verbreitung gewaltverherrlichender Bildträger oder Datenspeicher geplant, schreibt der Spiegel.
Die Verschärfungen erfassen nach Angaben des Spiegel vor allem Videofilme und Computerspiele. Die Strafvorschrift soll bereits bei "Gewalttätigkeiten von einiger Erheblichkeit" greifen und auch gelten, wenn sich die Gewalt gegen "menschenähnliche Wesen" richtet – sofern dies in verherrlichender, verharmlosender oder sonst die Menschenwürde verletzender Weise geschieht.
Zudem sollen auch entsprechende Live-Übetragungen im Internet unter Strafe gestellt werden können. Gleichzeitig soll die Höchststrafe auf bis zu fünf Jahre erhöht werden; bisher lag sie bei einem Jahr.
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