Fußball-Weltmeisterschaft kein Freibrief für Bürosurfen
Ein Fußballfan, der alle Spiele ansehen will, kostet sein Unternehmen rund 1.300 Euro. Immerhin 9 Prozent der Arbeitnehmer in der Dienstleistungsbranche gehören zu dieser Gruppe. Weitere 25 Prozent wollen nur die deutschen Spiele ansehen oder sind noch unentschlossen. Dies ergab eine Online-Trendumfrage der Mummert und Partner Unternehmensberatung und des Internetspezialisten Inworks.
Ob mit dem Fernseher im Büro oder per Internet: Ein Drittel der Arbeitnehmer will die Fußball-WM trotz Arbeitszeit ansehen. Gut neun Prozent wollen sogar alle Spiele ansehen. Der Arbeitsausfall ist erheblich: Insgesamt 43 Spiele finden zu gängigen Arbeitszeiten statt. Unter der konservativen Annahme eines durchschnittlichen Stundenlohns von 15,6 Euro und 30 Prozent Lohnnebenkosten betragen die Gesamtkosten für die Dienstleistungsbranche rund 880 Millionen Euro – verursacht allein durch Fans, die alle Fußballübertragungen verfolgen.
Zusätzlich geben neun Prozent an, nur die deutschen Spiele sehen zu wollen. Weitere 16 Prozent wollen zwar die WM ansehen, wissen aber noch nicht, welche Spiele. Wenn diese beiden Gruppen – 2,6 Millionen Arbeitnehmer – nur die deutschen Spiele an Werktagen mitverfolgen, verursachen sie dadurch Kosten von bis zu 312 Millionen Euro. Die Vorrunde kostet 156 Millionen Euro. Sollte Deutschland die Finalrunde erreichen, fallen bis zum Halbfinale noch einmal 156 Millionen Euro an, so die Auguren.
"Was Fußballfans freut, ärgert die Unternehmen. Wenn die deutsche Mannschaft bis ins Halbfinale kommt, wird der Arbeitsausfall in Büros mindestens eine Milliarde Euro kosten" , so Wilhelm Alms, Vorstandsvorsitzender der Mummert und Partner Unternehmensberatung AG.



