Devolo pickt sich ADSL-Geräte als ELSA-Rosinen heraus
Vorstand und sein Team haben für den Neustart private Mittel eingebracht sowie Bankkredite und die Unterstützung eines Venture-Capitalisten erhalten. "Mit dem jetzigen Kapital können wir die ersten zwei bis drei Monate überbrücken. Dann müssen die Produkte schon Geld einbringen." Insgesamt will Harbers im laufenden Jahr rund 11,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Bis zum Jahr 2005 soll sich dieser verdreifacht haben. Harbers: "Der wichtigste unserer Vorsätze ist, dass unsere Produkte weiterhin von hoher Qualität sind." Garantieleistungen für ELSA-Produkte werde das Unternehmen aber nicht übernehmen.
Produzieren will Devolo in Deutschland. Eine Produktion in Taiwan ist nicht geplant. Zum eng gesteckten Absatzareal gehört zunächst nur der deutschsprachige Raum. Für den angepeilten indirekten Vertrieb führt das Unternehmen bereits Vertragsverhandlungen mit verschiedenen Distributoren.
Wie ComputerPartner in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird sich Devolo streng auf die Bereiche Datenkommunikation und Home Networking konzentrieren - dabei habe man sich zunächst die Rechte an den ehemaligen ELSA-Marken "Microlink" und "Vianect" gesichert, so Harbers. Grafikkarten und Monitore aus dem ehemaligen ELSA-Portfolio stehen nicht auf dem Plan.
"Der Fokus unserer Entwicklungsmannschaft wird auf ADSL liegen. Im analogen Bereich werden wir die ELSA-Produkte mit einigen Modifizierungen weiterführen."
Ab Juni 2002 sind die ersten Geräte - per Logo-Austausch in Devolo-Produkte umgewandelt - im Handel. Ab August soll das erste ADSL-Modem erhältlich sein, das allein von Devolo gebaut wurde. "Dieses Produkt war auch schon bei ELSA angedacht" , sagte Harbers.



