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W3B: Nutzer bereit, für Inhalte zu zahlen

Electronic Content wird salonfähig, aber nicht massentauglich

Der "Electronic Lifestyle" hat im Leben der Internet-Nutzerschaft Einzug gehalten. Im Rahmen der 14. Erhebungswelle der Internet-Studie "WWW-Benutzer-Analyse W3B" wurden mehr als 94.000 deutschsprachige Online-Nutzer befragt. Über 80 Internet-Anbieter mit über 200 Websites waren an der W3B-Studie beteiligt. Die Ergebnisse geben einen aktuellen Einblick in Zielgruppen und Trends im Online-Markt.

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Für deutschsprachige Online-Nutzer ist das Internet nicht mehr wegzudenken: Über 80 Prozent geben an, dass das Medium in ihrem täglichen Leben eine wichtige Rolle spielt oder dass sie darauf inzwischen nicht mehr verzichten wollen.

Noch nie wurde im Internet so häufig und noch nie wurde so lange gesurft. Der Anteil der Nutzer, die sich pro Woche an mehr als fünf Tagen ins Netz einwählen, stieg seit Frühjahr 1997 von 29 Prozent auf 65 Prozent; der Anteil der Personen, die wöchentlich mindestens zehn Stunden online verbringen, von 24 Prozent auf 45 Prozent. Gefördert wird diese Entwicklung einerseits durch günstigere Gebühren der Internet-Nutzung - jeder vierte Nutzer ist inzwischen Kunde eines Flatrate-Tarifs - andererseits durch die schnelleren Einwahlgeschwindigkeiten: 73 Prozent der Nutzer surfen heute mit ISDN oder schneller durchs Internet.

Insbesondere im privaten Bereich werden die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Internet geschätzt und genutzt: Faktisch jeder Internet-Nutzer (99,5 Prozent) setzt das Netz zumindest gelegentlich aus privaten Gründen ein. 59 Prozent surfen "sehr oft" privat. Vor fünf Jahren waren dies nur 41 Prozent.

Beruflich wird das Internet heute von 39 Prozent der Nutzer eingesetzt. Hinsichtlich der Nutzungsmotive liegen Online-Information und -Kommunikation an oberster Stelle, gefolgt vom Nutzungsziel Unterhaltung/Neugier. Doch nicht allein das Internet beeinflusst das tägliche Leben seiner Nutzer. Vielmehr weisen sie, so die neue W3B-Studie, insgesamt eine ausgesprochen ausgeprägte Affinität gegenüber digitalen Geräten aller Art auf. 90 Prozent aller deutschsprachigen Nutzer besitzen heute einen eigenen PC mit Internet-Zugang, vor fünf Jahren waren es nur 79 Prozent; ebenso viele ein Mobiltelefon mit oder ohne Online-Zugang. Der Anteil der Nutzer mit eigenem CD-Brenner ist im vergangenen Halbjahr von 52 Prozent auf 62 Prozent gestiegen.

Auch zukünftig wollen die deutschsprachigen Internet-Nutzer ihre technische Ausstattung erweitern, bereits im kommenden halben Jahr plant jeder zweite Online-User, mindestens ein technisches Gerät zu erwerben. So möchte rund ein Viertel der von W3B befragten Nutzer im kommenden halben Jahr eine Digitalkamera erwerben, knapp 13 Prozent einen CD-Brenner.

Die beachtliche Ausstattung und Anschaffungsplanung der Online-Nutzer mit CD-Brennern sei dabei auch im Zusammenhang mit dem großen Interesse am Download von MP3-Dateien zu sehen: Über ein Drittel der Nutzer bewerten MP3-Downloadmöglichkeiten im Web als "besonders wichtig". 46 Prozent dieser Nutzergruppe laden "sehr oft" oder "oft" MP3-Dateien aus dem Internet herunter.

Immer mehr Internet-Nutzer entdecken zudem das Internet als attraktiven Shopping-Kanal, immer mehr planen den Einsatz des Internet als Einkaufsstätte, und immer mehr Online-Käufe werden auch tatsächlich getätigt. Über ein Drittel der deutschsprachigen Nutzer hat schon über 20 Online-Einkäufe getätigt; fast 60 Prozent planen Online-Einkäufe im kommenden Halbjahr.

Auch Electronic Content wird salonfähig, jedoch kein Angebot für die breite Masse. Aus Sicht vieler Online-Anbieter muss die "Kostenlos-Mentalität" der Internet-Nutzer ein Ende haben. Durch die Flaute im Werbemarkt ist der Fokus der Anbieter verstärkt auf alternative Einnahmequellen gerichtet: Der Nutzer soll zukünftig für bestimmte Online-Inhalte zur virtuellen Kasse gebeten werden.

W3B: Nutzer bereit, für Inhalte zu zahlen 

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Der Schwarze 30. Mai 2002

Moment... Keiner will GEZ zahlen, oder machst du das freiwillig? Wofür zahl ich den GEZ...

Andreas J. 29. Mai 2002

Wer meint für Netz-Leistungen Geld einfordern zu können, der soll es doch tun. Er wird es...

André 29. Mai 2002

Hmh, also offline sind die Leute bereit für Informationen jedweder Art zu zahlen. Sei es...

Peter Länger 29. Mai 2002

Ich möchte nicht für Informationen irgendwelcher Firmen etc zahlen. Information sollte im...

gunatm 29. Mai 2002

Ich bekomme jeden Tag minimum 10 Spam-Mails, gucke mir nicht mal ansatzweise irgendwelche...



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