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Analyse: i-mode - zwischen den Stühlen (Teil 2)

Was das "mobile Portal" kann - und welche Kniffe man kennen sollte

Im zweiten Teil unseres Berichtes über die Möglichkeiten von i-mode beschäftigen wir uns mit i-mode-Mail und preiswerteren Alternativen dazu. Außerdem haben wir uns das i-mode-Portal etwas genauer angesehen, um herauszufinden, ob die dort angebotenen Dienste die zusätzlichen Abo-Gebühren wert sind oder ob man besser auf kostenlose Inhalte zurückgreift. Zudem steht das gesamte Gebührenmodell des Handy-Internet-Dienstes auf dem Prüfstand.

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So genannte "Zwischenwelten" existieren nicht nur bei Webseiten, sondern auch beim E-Mail-Verkehr: Wem die i-mode-Mail mit 19 Cent pro abgeschickten 1.000 Zeichen zu teuer ist, der meldet sich eben etwa bei Yahoo.de an. Hier gibt's WAP-Mail noch immer ohne jede Gebühr - weil die "Abrechnung" bei dieser Technik eher unpraktisch ist und sich wohl sowieso nicht genügend Kunden finden. Dank Cookies und für einige Stunden beibehaltener IP des Mobiltelefons muss man sich auch nicht dauernd neu anmelden. Allerdings fehlt hier natürlich dann die schöne Benachrichtigungsfunktion der i-mode-Mail, wenn eine Mail im eingebauten Client des N21i eingeht. In Holland und Japan kosten "i-Mails" übrigens nur den Datenverkehr; zusätzliche Gebühren wie bei E-Plus hier zu Lande entstehen nicht. In Fernost wird mit 128-Byte-Paketen zudem genauer abgerechnet (bei uns jeweils in 1000-Byte-Paketen); ein kleines Freikontingent und ein Rabatt bei größerer Datenmengen-Abnahme reduzieren den Preis zusätzlich. Daher vermuten manche Analysten, dass die Zukunft von i-mode eher beschränkt ist - die Kosten seien einfach zu hoch. Besonders in der derzeit wirtschaftlich angespannten Lage fehle den Verbrauchern einfach das Kleingeld für derlei Luxus-Dienste.

NEC N21i
NEC N21i
Technisch sind zudem noch nicht alle Macken beseitigt. Im Testzeitraum fiel störend auf, dass das i-mode-Netz ab und an instabil läuft: So kommt es gelegentlich zu stundenweisen Aussetzern, bei denen ein Nutzer nur das nervige "Empfängt..." im Display sieht, ohne dass Seiten erscheinen. Insidern zufolge liegt das manchmal auch am Gerät selbst: Dann hilft nur noch das Rein-Raus-Spielchen mit dem Akku, um einen Hard-Reset auszulösen, was alles andere als elegant ist. Immerhin werden derartige Nicht-Verbindungen nicht berechnet, solange keine Daten fließen.

Bliebe noch die Frage, ob die Inhalte im E-Plus-Portal sich von dem abheben, was man schon aus dem Internet kennt. Danach sieht es derzeit nicht aus: Viele Anbieter portieren nur ihre Web-Inhalte kostenpflichtig in das i-mode-Format. Wird man also für die News von Spiegel Online 2,- Euro im Monat zahlen wollen? Sicherlich nicht, so lange man den Dienst mit einer gewissen Anstrengung auch als PDA-Seiten gratis abrufen kann, wie es ausführlich im ersten Teil dieses Artikels erläutert wurde.

Und: Ist ein Klingelton von Handy.de pro Monat 1,- Euro wert? Wohl kaum, denn i-mode-"Experten" werden sicherlich zuerst versuchen, über Portale wie www.imodecentral.com an kostenlose Inhalte zu gelangen. So benutzt der gewohnte Internet-Benutzer das i-mode-Handy unterwegs vor allem zum Zeitvertreib, wenn er etwa in der Großstadt auf die U-Bahn wartet - und surft beispielsweise über die vollen Meldungen, die Yahoo auf wap.yahoo.com auf Englisch und Deutsch in sein Portal im WAP-Format gestellt hat. Erfahrungsgemäß abonniert werden vor allem Inhalte, die man sonst nirgendwo findet - das hat der Handy-Dienst mit dem Internet gemeinsam. Als erfrischend und abonnierenswert erweisen sich hier vor allem Inhalte, die speziell für den i-mode-Dienst generiert wurden: Beispiele sind der Balltreter-Service "i-Fussball" oder der mit genauestem Ortswetter glänzende "i-Meteo"-Dienst.

E-Plus spekuliert wohl insgesamt auf den Gewohnheitsfaktor: Weil man etwas direkt bekommen kann und kennt, bezahlt man auch hier Geld dafür. Wer beispielsweise keine Tageszeitung abonniert hat, wird die Regional-News von dpa schätzen - wer die Süddeutsche Zeitung mag, liest sein "Streiflicht" künftig auf dem Handy, weil sich das in der engen S-Bahn besser aufklappen lässt als die große Zeitung. Doch so lange es die 'SZ' noch als PDA-Channel gibt, stellt i-mode nur eine hoffnungslos überteuerte Konkurrenz dar, nachdem deren Nutzung im ersten Teil erklärt wurde.

Die Abonnierung von i-mode-Diensten selbst ist simpel: Einfach die i-mode-"PIN" eingeben, schon hat man sich für zwei Monate vertraglich gebunden. Bis Ende Mai sind einige Dienste zwar noch kostenlos, der fällige eine Cent pro KByte GPRS-Daten (ein Zehntel davon als Einstiegsangebot bis Ende Juni) ist aber schon teuer genug, wenn man bedenkt, dass eine einzige i-mode-Seite bis zu zehn KByte haben kann. So bezahlt man für gerade einmal zehn Meldungen eines News-Angebots mal eben 1,- bis 2,- Euro, je nach Größe und Bildgehalt. Die i-mode-Grundgebühr von 3,- Euro pro Monat ist ebenfalls einzukalkulieren. GPRS "regulär" ohne i-mode ist bei E-Plus übrigens mit 2,5 Cent pro KByte ziemlich teuer. In diesem Bereich ist höchstens O2 (ehemals Viag Interkom) mit einem Preis ab <# link text="0,5 Cent" url="http://www8.viaginterkom.de/appserver/tarife/html/o2vi/euro/O2_GPRS.html"> pro Kbyte erträglich.

Analyse: i-mode - zwischen den Stühlen (Teil 2) 

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iTec 22. Dez 2002

oder auf : http://www.gdda.de/imode _______________________________ www.gdda.de

Yvette 10. Jun 2002

Hallo, zum Glück gibt es ja Alternativen http://www.imode-content.de/icons/mail.html und...

Michael Schmid 31. Mai 2002

Ich lasse mir meine E-Mail auf das i-mode-Handy uebertragen, bin mir bewusst, was es...

Dirk Olbertz 29. Mai 2002

Kostengünstig eMails verschicken geht auch mit beolino.com. Dort kann man auch POP3...

ip (Golem.de) 29. Mai 2002

Hi, vielen Dank für die Hinweise :-) Die Informationen sind entsprechend im Artikel...



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