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Analyse: i-mode - zwischen den Stühlen

Was das "mobile Portal" kann - und welche Kniffe man kennen sollte

Seit kurzem bietet E-Plus in Deutschland seinen i-mode-Dienst an, der den lange gehegten Traum vom mobilen Internet wahr machen soll. Entwickelt wurde der Service vor drei Jahren von dem japanischen Mobilfunk-Giganten NTT DoCoMo, der sich nun anschickt, den Dienst in viele andere Länder zu tragen - Deutschland wurde als erster Markt außerhalb Japans auserkoren. Fragt man den Tokioter Netzbetreiber nach den Gründen seiner i-mode-Exportbemühungen, hört man als Hauptargument immer wieder, 30 Millionen Kunden in Japan könnten nicht irren. Ob sich die Begeisterung aus Fernost auch in Deutschland wie ein Buschfeuer ausbreiten wird, hängt vor allem von den Angeboten und den dafür fälligen Preisen ab.

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Hauptmotiv, warum ausgerechnet E-Plus i-mode hier zu Lande exklusiv anbietet, ist, dass der Mobilfunkanbieter über seine Mutter KPN mit NTT DoCoMo geschäftlich bereits verbandelt ist. Als zweiter i-mode-Markt außerhalb Japans bieten die Niederländer den Dienst seit Mitte April an. Pläne für die USA sind ebenfalls angedacht, sollen dort aber erst Ende 2002 realisiert werden.

Kritiker sehen in i-mode eine Totgeburt, weil die Technik in Deutschland zu spät gestartet sei und außerdem UMTS vor der Tür stehe. Weil die i-mode-Dienste proprietär sind und speziell in die Handys implementiert werden müssen, gibt es derzeit in Deutschland nur ein einziges Handy-Modell: Das N21i von NEC. Geräte von Toshiba und Trium sollen frühestens im Sommer dieses Jahres erscheinen.

NEC N21i
NEC N21i
Die hiesigen Verhältnisse seien auch nur schwer mit dem japanischen Markt zu vergleichen, so die Kritiker weiter, wo der Dienst schon vor drei Jahren vom mit Abstand größten Mobilfunkanbieter des lokalen Marktes gestartet wurde. E-Plus liegt hier zu Lande dagegen abgeschlagen auf dem dritten Rang. Fraglich ist vor allem, ob sich der populärste Dienst in Japan, der Mail-Versand per i-mode, in Deutschland durchsetzen wird. Hier zu Lande erfüllt SMS die gleiche Funktion - das System ist zudem zu allen erhältlichen Handys kompatibel, während i-mode-Mail nur auf entsprechenden Geräten lesbar ist. Nicht nur deshalb halten sich auch die konkurrierenden Mobilfunkbetreiber wie T-Mobile oder Vodafone nicht mit Kritik gegenüber i-mode zurück, bieten aber selbst noch kein vergleichbares Angebot.

Ob E-Plus tatsächlich zu spät kommt oder doch den richtigen Zeitpunkt erwischt hat, kann erst die nahe Zukunft zeigen. Noch ist der Dienst zu frisch, um absehen zu können, ob sich i-mode in Deutschland durchsetzen wird. Eine erste Preissenkung für das NEC-Handy (von 249,- Euro auf 149,- Euro) galt zwar nur für Bestandskunden, deutet jedoch auf eine gewisse Nervösität bei dem Düsseldorfer Mobilfunkanbieter hin. Schließlich liegt der Preis des Gerätes mit Vertrag deutlich höher als bei vergleichbaren Mittelklasse-Handys.

Zu i-mode gehört neben dem Gerät auch ein spezielles Internet-Portal, um den Dienst bequem über den kleinen Bildschirm des Handys bedienen zu können. Darüber bieten zahlreiche i-mode-Partner dann kostenpflichtige Inhalte an, die im Wesentlichen von existierenden Websites stammen. Die i-mode-Seiten verwenden das in Deutschland noch wenig bekannte cHTML, ein stark vereinfachtes Subset der regulären Web-Sprache HTML. Dadurch ist cHTML deutlich simpler zu handhaben als der WAP-Standard WML, so dass stetig weitere i-mode-Seiten entstehen. Nach wie vor dominieren in Deutschland aber die offiziellen, kostenpflichtigen i-mode-Seiten von E-Plus und den entsprechenden Partnern.

Analyse: i-mode - zwischen den Stühlen 

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Axel Metayer 12. Okt 2002

Ich denke das ding wird einschlagen. Das Nec gibt es jetzt schon für 99 EUR, ist also nur...

Ron Sommer 29. Mai 2002

Der Artikel beleuchtet z.B. das i-mode Angebot von E-Plus - und das war schon vor 6...

Catpain Future 29. Mai 2002

also mir gefiel der erste Teil der Analyse sehr gut und hat mir auf knappe, ausreichende...

KL 29. Mai 2002

Hallo, ich für meinen Teil, der ich kein "Insider" bin, fand den Artikel sehr...

mr 29. Mai 2002

selten habe ich eine so oberflaechliche analyse bei golem.de lesen koennen. es entsprich...



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