Abo
  • Services:
Anzeige

Fraunhofer: Digitale Signatur nicht dem Kommerz überlassen

Trierer Institut für Telematik reagiert auf den Rückzug der Post

Einen Tag nach der Ankündigung der Post, sich aus dem Markt für digitale Signaturen zurückzuziehen, äußert sich Professor Christoph Meinel, Direktor des Fraunhofer Instituts für Telematik, kritisch zu den Problemen mit den elektronischen Unterschriften. Bei der Vorstellung einer Signatur-Studie seines Instituts zeigte sich Meinel besorgt, dass die Durchsetzung der digitalen Signatur in Deutschland "nun noch stärker in die Sackgasse" geraten werde.

Anzeige

Der am Donnerstag, dem 23. Mai 2002, angekündigte Rückzug der Deutschen Post aus dem Markt für digitale Signaturen zeigt nach Ansicht des Instituts für Telematik, dass der Staat das Thema Sicherheitsinfrastruktur im Internet nicht ausschließlich kommerziellen Anbietern überlassen darf. Die neuen elektronischen Unterschriften sollen helfen, digitalen Dokumentenaustausch über das Internet gegen Fälschungen abzusichern.

Der Trierer Informatik-Wissenschaftler forderte den Staat auf, endlich seine "hoheitliche Aufgabe" wahrzunehmen, um im digitalen Zeitalter die Sicherheitsinfrastruktur für den immer bedeutender werdenden elektronischen Handel zu garantieren. Meinel zog einen Vergleich mit der Sicherheit, die amtliche Personalausweise und Pässe bieten. Auch hier halte der Staat schließlich die entsprechende Infrastruktur vor. Der Vorsprung, den sich Deutschland im internationalen Vergleich mit dem schon vor fünf Jahren verabschiedeten anspruchsvollen Signaturgesetz verschafft habe, sei leider bereits eingebüßt, bedauerte Meinel mit Blick auf die Einführungsprobleme der digitalen Signatur.

Was alles an Sicherheitsanforderungen beim Einsatz digitaler Signaturen zu beachten ist, zeige die am heutigen Freitag, dem 24. Mai 2002, vorgestellte neue Studie des Instituts für Telematik. Sie soll denjenigen einen aktuellen und kompakten Überblick verschaffen, die sich über das gute Dutzend verschiedener Anbieter, Hilfsmittel und Dienste für digitale Signaturen informieren wollen. Dabei werde auch geklärt, wie sie die verschiedenen Lösungen in Preisen und Leistungen unterscheiden und welche rechtlichen Anforderungen zu beachten sind.

Die Studie "Zertifizierungsdienste-Anbieter in Deutschland" kann zum Preis von 200,- Euro beim Institut für Telematik in Trier bestellt werden. Das gemeinnützige Spitzenforschungs- und Entwicklungszentrum fürs Internet arbeitet schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der IT-Sicherheit und betreibt ein eigenes Trust-Center mit einem Zeitstempeldienst.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg
  2. astora GmbH & Co. KG, Kassel
  3. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  4. SICK AG, Reute bei Freiburg im Breisgau


Anzeige
Top-Angebote
  1. 2,49€

Folgen Sie uns
       

  1. Windows 10

    Microsoft will auf Zwangsupdates verzichten

  2. Brio 4K Streaming Edition

    Logitech-Kamera für Lets-Player und andere Streamer

  3. Vor Bundestagswahl

    Facebook löscht Zehntausende Spammer-Konten

  4. Bilderkennung von Google

    Erste Hinweise auf Lens in der Google-App

  5. Open Source

    Node.js-Führung zerstreitet sich über Code-of-Conduct

  6. Enigma ICO

    Kryptowährungshacker erbeuten halbe Million US-Dollar

  7. SNES Classic Mini

    Mario, Link und Samus machen den Moonwalk

  8. Bixby

    Samsungs Sprachassistent kommt auf Englisch nach Deutschland

  9. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL-Lizenzwechsel führt zu Code-Entfernungen

  10. Knights Mill

    Intels Xeon Phi hat 72 Kerne und etwas Netburst



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nach Anschlag in Charlottesville: Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
Nach Anschlag in Charlottesville
Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
  1. Bundesinnenministerium Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro
  2. EU-Transparenz EuGH bekräftigt nachträglichen Zugang zu Gerichtsakten
  3. Rücknahmepflicht Elektronikschrott wird kaum zurückgegeben

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  2. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte
  3. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100

Threadripper 1950X und 1920X im Test: AMD hat die schnellste Desktop-CPU
Threadripper 1950X und 1920X im Test
AMD hat die schnellste Desktop-CPU
  1. Ryzen AMD bestätigt Compiler-Fehler unter Linux
  2. CPU Achtkerniger Threadripper erscheint Ende August
  3. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test Harte Gegner für Intels Core i3

  1. Re: Viel konsequenter dagegen vorgehen!

    plutoniumsulfat | 00:19

  2. Re: Schwache Leistung

    DF | 00:14

  3. Re: Also Zwangsupdate nach Win10...

    plutoniumsulfat | 00:03

  4. Re: Können die das jetzt bitte auch bei z.B...

    sofries | 00:03

  5. Re: Finde ich super!

    DF | 22.08. 23:55


  1. 18:04

  2. 17:49

  3. 16:30

  4. 16:01

  5. 15:54

  6. 14:54

  7. 14:42

  8. 14:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel