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Spieletest: Crash Bandicoot - Der Zorn des Cortex

PlayStation-Held hüpft auf die Xbox. Dank der Muti-Plattform-Strategie, die von immer mehr Herstellern praktiziert wird, werden an eine bestimmte Plattform gebundene Charaktere immer seltener. So hüpft Segas Sonic mittlerweile über Nintendo-Konsolen, und Crash Bandicoot löst sich auch von seiner Exklusiv-Beziehung mit der PlayStation – ab sofort ist das knuffige Beuteltier auch auf der Xbox zu Hause.
/ Thorsten Wiesner
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PlayStation-Spieler müssen fortan aber nicht allzu neidisch auf ihre Microsoft-Kollegen schauen, denn die Verbesserungen gegenüber der Sony-Variante halten sich beim Xbox-Titel in Grenzen. Grafisch sieht das Ganze ein bisschen besser aus. Crash und seine Umgebung erstrahlen in mehr Farben, die Animationen sind etwas flüssiger, zudem sind die Ladezeiten deutlich kürzer – davon abgesehen bleibt aber alles mehr oder weniger beim Alten.

Die Story des insgesamt vierten Teils der Reihe ist natürlich dieselbe wie beim PS2-Pendant: Der ewig aktive Bösewicht Cortex will sich seines Erzfeindes Crash diesmal auf eine besonders heimtückische Weise entledigen: Mit Hilfe einer genetisch hergestellten Superkreatur, die ihre Kraft aus altertümlichen Kristallen zieht, will er dem australischen Pelzwunder den Garaus machen.

Insgesamt 30 Level müssen nun überstanden werden, wobei immer fünf Level und ein Endgegner zu einer Ebene gehören. Netterweise kann man innerhalb dieser Ebenen frei wählen, welches Level man zuerst lösen will. Kommt man in einem Level nicht weiter, darf man es auch zunächst mit einem der anderen vier versuchen. In einigen Abschnitten übernimmt man zudem auch die Steuerung von Crashs Schwester Coco, die sich ebenfalls an der Suche nach den Kristallen beteiligt.

In den einzelnen Leveln ist dann immer das Gleiche zu tun: Gegner müssen ausgeschaltet, Dynamit-Kisten übersprungen und eine Reihe von Gegenständen eingesammelt werden. Von Zeit zu Zeit kommt Abwechslung ins Spiel, etwa wenn man in einer Kugel durch eine Welt rollt, einen Jeep fährt oder sich unter Wasser mit bösen Fischen herumschlagen muss.

Der Schwierigkeitsgrad ist prinzipiell nicht besonders hoch, erfahrene Jump&Run-Spieler werden den Titel an einem Wochenende durchspielen können. Allerdings gibt es in mehreren Leveln schon recht knifflige Passagen, an denen einem leider von Zeit zu Zeit auch die etwas ungünstige Kamerasteuerung einen Strich durch die Rechnung macht. Ab und zu hat man auch das Gefühl, dass die Steuerung nicht so schnell reagiert, wie man es gerne hätte. Gerade dann, wenn man eine ganze Reihe von TNT-Sätzen überspringen muss oder auf der Flucht vor einem wildgewordenen Drachen ist, kann das leicht zu Frustrationen führen.

Fazit:
Wer noch nie Crash Bandicoot gespielt hat, wird diesen Titel lieben: Abgedrehte Level, schöne Grafiken und ein abwechslungsreiches Gameplay machen den Titel zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit, wenn auch die Spieldauer nicht besonders lang ist. Wer die Reihe jedoch schon kennt, wird wenig Neuerungen und damit Argumente für den Kauf des Spieles finden.


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