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Microsoft verliert erneut in Sachen Lindows.com

Computerlexikon von Microsoft bringt der Gegenseite entscheidende Beweise. Der US-Bezirksrichter John Coughenour hat eine Klage von Microsoft wegen der Namensähnlichkeit, die das Linux-Produkt Lindows.com mit Windows aufweise, abgewiesen. Microsoft hatte verlangt, dass Lindows seinen Namen ändert und seine Werbung für LindowsOS einstelle, so US-Medien.
/ Andreas Donath
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In einem siebenseitigen Begründungsschreiben führte der Richter auf, dass man nach gründlichem Aktenstudium, das Nachrichten, Anzeigen und Wörterbücher umfasste, feststellen musste, dass der Begriff "windows" und "windowing" schon von Verbrauchern im Zusammenhang mit grafischen Userinterfaces verwendet wurde, bevor Microsoft sein Betriebssystem dementsprechend taufte. Vor allem peinlich für Microsoft dürfte die Tatsache sein, dass in einem von Microsoft selbst herausgegebenen Computerlexikon der Begriff selbst als generisch bezeichnet wurde.

Schon im März 2002 versuchte Microsoft vor dem gleichen Gericht, mittels einer einstweiligen Verfügung Lindows.com an den Karren zu fahren, doch auch dies misslang. Microsoft begründete den Schritt damals wie heute, dass LindowsOS mit Windows zu verwechseln sei. LindowsOS ist ein Betriebssystem auf Basis von Linux, das aber Windows-kompatibel sein soll.

Die Begründungsschrift des Gerichtes mit einigen Anmerkungen und Zitaten kann online bei Lindows.com heruntergeladen(öffnet im neuen Fenster) werden.


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