Bundeskanzler verurteilt Nichtindizierung von Counterstrike

Zweites Vorgespräch zum Runden Tisch "Gewalt in den Medien"

Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte für den 16. Mai 2002 um 18.00 Uhr zu einem weiteren vorbereitenden Gespräch für den Runden Tisch "Gewalt in den Medien" ins Bundeskanzleramt eingeladen. Auf die Bildung dieses Runden Tisches hatten sich der Bundeskanzler sowie die Intendanten der öffentlich-rechtlichen und der privaten TV-Sender am 2. Mai verständigt.

Artikel veröffentlicht am ,

Bundeskanzler Schröder bezeichnete das Gespräch im Anschluss daran vor der versammelten Presse als "sehr intensiv". Das "Vorurteil, diese Gesprächsrunde sei auf Grund der hier wirksamen ökonomischen Interessen weniger bereit, sich auf eine intensive Diskussion entsprechender Handlungen einzulassen", habe sich definitiv nicht bewahrheitet, sagte der Kanzler. Im Anschluss an das Gespräch nannte der Bundeskanzler folgende Punkte, auf die sich die Teilnehmer der Runde geeinigt hätten.

Inhalt:
  1. Bundeskanzler verurteilt Nichtindizierung von Counterstrike
  2. Bundeskanzler verurteilt Nichtindizierung von Counterstrike

Erstens: Alle diejenigen, die von der Thematik betroffen seien, seien gerne bereit, an einem Runden Tisch teilzunehmen, der sich mit diesen Fragen beschäftigen solle, erklärte Schröder. Einladen dazu werde der Bundeskanzler sowie die Ministerpräsidenten der Länder.

Zweitens: In der Tendenz werde die Zusammenführung des Jugendschutzgesetzes für richtig gehalten, mit der die bislang zersplitterten Zuständigkeiten im Jugendschutz zusammengeführt werden. Nicht zuletzt deswegen, sagte der Kanzler, weil der Kern dieses Ordnungsrahmens das Prinzip der freiwilligen Selbstkontrolle sei, die bei Filmen und Videos schon seit längerem gelte. Man sei sich sehr einig gewesen, dass es nun um eine deutliche Stärkung der freiwilligen Selbstkontrolle ginge.

Der Kanzler wies auf den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hin, der am 16. Mai von den Regierungsfraktionen in den Bundestag eingebracht wurde. Dieses Gesetz wird die Computerspiele Filmen und Videos gleichstellen, so dass diese nach den gleichen Kriterien des Jugendschutzes beurteilt werden könnten. In diesem Zusammenhang erklärte der Kanzler, er halte die heutige Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, das Computerspiel "Counterstrike" nicht als jugendgefährdend zu indizieren, ein "absolut verkehrtes Signal".

Stellenmarkt
  1. ERP-Anwendungsentwickler (m/w/d)
    RAMPF Holding GmbH & Co. KG, Grafenberg (bei Metzingen)
  2. Senior Researcher (m/w/d) - KI-basierte Dokumentenanalyse & OCR
    Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, Sankt Augustin
Detailsuche

Drittens: Die intensive Diskussion dieses Abends, sagte der Kanzler, hätte insbesondere der politischen Seite die Schwierigkeiten verdeutlicht, wie man es schaffen könne, jugendgefährdende Gewaltdarstellungen im Internet zu begrenzen - die "eigentliche Schwierigkeit, vor der wir stehen", so der Kanzler. Es wären interessante Vorschläge gemacht worden, wie diese Begrenzung funktionieren könne; dafür sollen aus dem Runden Tisch heraus Arbeitsgruppen gebildet werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Bundeskanzler verurteilt Nichtindizierung von Counterstrike 
  1. 1
  2. 2
  3.  


[~ sHs ~] Cyclone 26. Nov 2003

Ich Spiele Counter-Strike seit 6 Jahren und bin seid 4 Jahren in einem Clan! Wir sind...

the_ghost666 20. Mai 2002

Woher nimmt schröder überhaupt die kompetenz über die nicht-indizierung urteilen zu...

Jadefalke 19. Mai 2002

Nee, haben wir nicht, da das WTC ja nicht in Deutschland stand, und somit uns das ja wohl...

irata 18. Mai 2002

Sehr seltene Attribute heutzutage, überhaupt eigene Fehler (mit allen Konsequenzen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
TADF Technologie
Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle

Der Cynora-Chef wollte das deutsche Start-up zum Einhorn entwickeln. Nun wurden die Patente und die TADF-Technologie von Samsung für 300 Millionen Dollar gekauft und das Unternehmen zerschlagen.

TADF Technologie: Samsung kauft Cynora in Bruchsal und entlässt alle
Artikel
  1. Brandenburg: DNS:Net-Verteiler wegen Telekom-Werbebanner überhitzt?
    Brandenburg  
    DNS:Net-Verteiler wegen Telekom-Werbebanner überhitzt?

    Bei DNS:Net kam es in dieser Woche bei starker Hitze zu einem Netzausfall in einem Ort. Schuld soll ein Werbebanner der Konkurrenz gewesen sein.

  2. Kryptogeld: Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus
    Kryptogeld
    Bitcoin wieder unter 20.000 US-Dollar, Fonds vor dem Aus

    Ein Gericht hat die Liquidation von Three Arrows Capital angeordnet. Der Bitcoin sinkt wieder unter die Grenze von 20.000 US-Dollar.

  3. Vodafone: Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff
    Vodafone
    Vantage Towers betreibt Sendestationen mit Wasserstoff

    Bei der Entwicklung des Containers mit Wasserstoffmotor sind Erfahrungen aus Einsätzen bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingeflossen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 929€ • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ • Samsung Galaxy S20 FE 5G 128GB 359€ [Werbung]
    •  /