Abo
  • Services:

Linux: Optimistische Geschäftserwartungen 2001 nicht erfüllt

Nomina befragt 201 IT-Anbieter zur Entwicklung des Linux-Marktes

Die aktuellen Ergebnisse ihrer kontinuierlichen IT-Anbieterbefragung zum Angebot im Linux-Markt hat die Nomina GmbH jetzt vorgelegt. Aus der Analyse der Befragung von 201 Linux-Anbietern im 4. Quartal 2001 und 1. Quartal 2002 ergibt sich vor allem, dass sich die optimistischen Geschäftserwartungen aus dem Jahr 1999 in den Geschäftsjahren 2000 und 2001 nicht erfüllt haben.

Artikel veröffentlicht am ,

Die aktuell befragten IT-Unternehmen repräsentieren die Kerngruppe der Linux-Anbieter im deutschsprachigen Wirtschaftsraum, vor allem System-Häuser (42 Prozent), Software-Häuser (37 Prozent), Beratungsunternehmen (12 Prozent) sowie IT-Dienstleister und -Händler (7 Prozent). 90 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, sechs Prozent in Österreich und vier Prozent in der Schweiz. 107 Unternehmen (53,2 Prozent) aus der aktuellen Befragung haben sich bereits an den zurückliegenden Befragungen beteiligt, womit eine Basis für einen direkten Datenvergleich - auch der Linux-Umsatzanteile - gegeben ist.

Stellenmarkt
  1. Lidl Digital, Leingarten
  2. GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH, Darmstadt

Die Struktur der Angebotspalette der befragten Linux-Anbieter ist unverändert: Rund 85 Prozent bieten fertige Anwendungs-Lösungen oder System-Software an, jeweils über 50 Prozent Linux-Beratung und -Support sowie Programmierung und Systemintegration und fast die Hälfte auch Rechnersysteme bzw. Systemkomponenten. Erst knapp 40 Prozent haben sich auch in Linux-Schulungen engagiert. Für das Jahr 2002 wollen die Anbieter ihr Angebotsspektrum insgesamt noch etwas weiter ausbauen, vor allem im Bereich Schulung/Training.

Im Jahr Jahr 2001 hat mehr als die Hälfte der Unternehmen (52,2 Prozent) branchenübergreifend einsetzbare Linux-Lösungen in ihrem Produkportfolio. 41,8 Prozent bieten branchenspezifische kommerzielle Lösungen und 23,4 Prozent spezielle technische Lösungen an. 30,8 Prozent der Unternehmen bieten System-Software an: von Linux-Distributionen über Server-Systeme bis zu Entwicklungswerkzeugen. Im Jahr 2002 soll auch das Produktangebot leicht ausgeweitet werden, vor allem bei branchenspezifischen Lösungen.

Die wichtigsten Anwendungsbereiche für das eigene Software-Produktgeschäft sehen die Anbieter in erster Linie bei Server-Applikationen (Apache, Samba, sendmail) sowie bei Lösungen für ERP (abas, SAP), Warenwirtschaft/Logistik, Datenbankanwendungen (Oracle, mySQL, DB2) und E-Business/E-Commerce (WebSphere etc.). Aber auch die Produktfelder Software-Entwicklung (Java, Perl, Forté, PHP), Linux-Distributionen (SuSE, Red Hat), Office-Applikationen und Workflow-Systeme (Lotus) seien wichtig. Schließlich gewinnen IT-Security-Produkte (Firewalls, Virenschutz etc.) zunehmend an Bedeutung.

Die Anbieter-Firmen sind weiterhin intensiv mit der Entwicklung bzw. Portierung von Lösungen auf Linux beschäftigt. Über 80 Prozent der befragten Anbieter machen genaue Angaben zum Einsatz ihrer Entwicklerkapazität im Linux-Bereich: Etwas mehr als die Hälfte dieser Firmen (52,4 Prozent) investieren zwar nur bis zu einem Drittel ihrer Kapazität in Linux, immerhin ein Fünftel (19,6 Prozent) aber zwischen einem Drittel und zwei Dritteln. 21,4 Prozent der Firmen wenden sogar mehr als zwei Drittel ihrer gesamten Entwicklungskapazität für Linux auf. Nur 6,5 Prozent dieser Firmen investieren nicht in eine eigene Linux-Entwicklung.

Das Wachstum ihres Linux-Geschäftes bis zum Jahre 2003 schätzen die aktuell befragten Anbieterfirmen erneut sehr positiv ein. Allerdings ist bei den wiederholt befragten Unternehmen eine deutliche zeitliche Verschiebung ihrer Linux-Umsätze festzustellen: Während in der Befragung von 1999 für das Jahr 2001 nur von 12 Prozent der Firmen ein Umsatzanteil von weniger als zehn Prozent erwartet wurde, steigt der Anteil der Unternehmen mit geringem Linux-Umsatzanteil in der aktuellen Erhebung auf 46 Prozent. Entsprechend nimmt der Anteil von Firmen mit mehr als einem Drittel Linux-Umsatzanteil von 48 Prozent auf 32 Prozent ab.

Von fast zwei Dritteln der vergleichbaren Unternehmen wird der Linux-Umsatzanteil im Jahr 2001 auf Grund der realen Zahlen nun geringer angesetzt als ursprünglich erwartet. Bei mehr als der Hälfte der Firmen hat sich sogar eine Ernüchterung breit gemacht, indem die Umsatzanteile für Linux im Jahr 2001 mindestens halbiert wurden.

Die Einschätzungen der zukünftigen Marktentwicklung basieren weiterhin auf dem "Prinzip Hoffnung", derzeit insbesondere in Verbindung mit der allgemeinen Konjunkturlage des IT-Marktes. Nach Beobachtungen von Nomina am Arbeitsmarkt scheint nach dem deutlichen Nachlassen der Nachfrage nach Linux-Fachkräften in den letzten drei Quartalen des Jahres 2001 seit Anfang 2002 immerhin die Talsohle auch der Linux-Konjunkturentwicklung erreicht zu sein. Damit könnten sich mit einem generellen Aufschwung des IT-Marktes die Geschäftserwartungen der Linux-Anbieter nun tatsächlich erfüllen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

Marc 16. Mai 2002

Ich finde nicht das die Fähigkeiten von Linux denen von Windows hinterherhinken. Ich...

Sisyphus 16. Mai 2002

Wo kommt ihr denn her? seid ihr Bayer Leverkusen Fans? Ich denke, das diese Bilanz jedes...

Kollegos 16. Mai 2002

Bravo, dem ist nichts hinzuzufuegen!

sparfux 16. Mai 2002

ist ein russisches Sprichwort, welches man parat haben muß. Ich kann allen Linux...


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018

Das ROG ist ein interessantes Konzept, das sich schon beim an Gamer gerichteten Design von anderen Telefonen unterscheidet. Außergewöhnlich sind die vielen Zubehörteile: darunter ein Handheld-Adapter, ein Desktop-Dock, ein Anstecklüfter und ein Controllermodul. Wir haben es uns angeschaut.

Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018 Video aufrufen
Elektromobilität: Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen
Elektromobilität
Regierung bremst bei Anspruch auf private Ladesäulen

Die Anschaffung eines Elektroautos scheitert häufig an der fehlenden Lademöglichkeit am heimischen Parkplatz. Doch die Bundesregierung will vorerst keinen eigenen Gesetzesentwurf für einen Anspruch von Wohnungseigentümern und Mietern vorlegen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. ID Buzz und Crozz Volkswagen will Elektroautos in den USA bauen
  2. PFO Pininfarina plant Elektrosupersportwagen mit 400 km/h
  3. Einride Holzlaster T-Log fährt im Wald elektrisch und autonom

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /