EU geht gegen Telekom wegen zu hoher Preise vor

Sind die Preise der Telekom für den Zugang zum Ortsnetz wettbewerbswidrig?

Die Europäische Kommission hat der Deutschen Telekom AG nach "gründlichen Ermittlungen", wie es heißt, eine Mitteilung von Beschwerdepunkten zugestellt. Die Kommission kommt darin zu dem vorläufigen Schluss, dass der etablierte Anbieter von Telekommunikationsdiensten in Deutschland seine marktbeherrschende Stellung durch unangemessene Preise für den Zugang zu seinem Telefon-Ortsnetz missbraucht hat.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Europäische Kommission wirft der Telekom vor, von Wettbewerbern höhere Entgelte für den Zugang zum Ortsnetz verlangt zu haben als von den eigenen Endkunden. Dies erschwere den Markteintritt der Wettbewerber und verhindere damit die Schaffung von Arbeitsplätzen. "Den Verbrauchern wird dadurch die Auswahl zwischen verschiedenen Betreibern und der Preiswettbewerb im Ortsnetz vorenthalten."

Inhalt:
  1. EU geht gegen Telekom wegen zu hoher Preise vor
  2. EU geht gegen Telekom wegen zu hoher Preise vor

Das Verfahren beruht auf Beschwerden von Mannesmann Arcor und zahlreichen regional tätigen deutschen Betreibern. Die Kommission hat kürzlich bereits Verfahren gegen die ADSL-Tarife von France Télécoms Tochtergesellschaft Wanadoo und gegen die Entgelte für die Anrufbeendigung im Mobilfunknetz des niederländischen etablierten Anbieters KPN eröffnet.

"Nach vier Jahren vollständiger Liberalisierung hat der Wettbewerb auf den europäischen Telekommunikationsmärkten ein kritisches Stadium erreicht. Dieses gilt besonders für das Ortsnetz, wo mehrere sehr vielversprechende neue Anbieter schon ihr Geschäft aufgeben mussten. Ich glaube aber, dass noch viel getan werden kann, um den Wettbewerb in diesem Bereich zu fördern. Dieses ist jetzt eindeutig eine unserer Prioritäten. In Italien und Spanien haben wir bereits einen angemessenen Ausgleich zwischen den monatlichen Anschlussgebühren und den Gesprächsentgelten durchgesetzt und es den Wettbewerbern in diesen beiden Ländern dadurch ermöglicht, besser mit den Incumbents [Anm. der Redaktion: Etablierten] zu konkurrieren", so Wettbewerbskommissar Mario Monti.

Das Ortsnetz der Deutschen Telekom sei zwar nicht die einzige technische Infrastruktur, die eine Bereitstellung von Zugangsdiensten für Wettbewerber und Endkunden ermögliche, jedoch seien sämtliche Alternativen zum Ortsnetz, wie Glasfasernetze, drahtlose Ortsnetze, Satelliten, Stromnetze und aufgerüstete Kabelfernsehnetze, in Deutschland noch nicht ausreichend entwickelt und können somit für die Wettbewerber das Ortsnetz der Telekom nicht gleichwertig ersetzen, so die Kommission.

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EU geht gegen Telekom wegen zu hoher Preise vor 
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kilop 10. Mai 2002

Ich kann dich beruhigen, die Aktien sind bereits nichts mehr wert. Aber meinen...

Rainer Haessner 09. Mai 2002

Das kann schon alles passieren und waere dann sehr aergerlich oder schlimmer. Keine...

Rainer Haessner 09. Mai 2002

Nun ja, ganz so einfach ist es nicht. Prinzpiell ist dem obigen Statement natuerlich...

pinbot 09. Mai 2002

Bleibt nur zu hoffen, das Du nicht eines Tages aus deinen Kinderträumen erwachst und...



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