Lufthansa-Testphase: Über den Wolken drahtlos surfen

Zeitabhängige Nutzungsgebühren für Internetzugang geplant

Gemeinsam mit Cisco Systems will die Lufthansa eine Boeing 747-400 mit WLAN-Technologie (Wireless Local Area Network) ausstatten. Ab Januar 2003 sollen die Passagiere im Rahmen einer Testphase drahtlos im Flugzeug auf spezielle Inhalte und das Internet zugreifen können.

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In der Maschine werden fünf Access Points der Aironet 350 Serie installiert, die den IEEE-Standard 802.11b unterstützen und eine Datenübertragungsrate von theoretisch 11 MBit/s und praktisch zwischen 5 und 6 MBit/s bieten. Dazu kommen neun Catalyst 3548 XL Switches sowie ein 3640 Router und ein Content Engine 590 von Cisco. Eine von der Boeing-Tochter Connexion speziell entwickelte Antenne stellt die Verbindung vom Flugzeug über Satellit zur Erde her.

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Neben dem drahtlosen Zugang soll das Flugzeug mit einem 10-MBit/s-Ethernet-Netzwerk ausgerüstet sein, so dass Notebook-Nutzer auch ohne WLAN-Karte auf das Internet zugreifen können. Mit 380 Sitzen entspreche dabei die Ausstattung der Boeing dem Netzwerk eines mittelständischen Unternehmens, so Cisco.

Die Lufthansa entwickelt ein Portal, über das die Passagiere Zugriff auf Nachrichten und andere Informationen erhalten sollen. Per schneller Internet-Anbindung soll auch auf sonstige Inhalte zugegriffen werden können. Der Service soll nach Zeit abgerechnet werden, wobei der Tarif laut Cisco den Kosten für Telefonate mit dem Handy ähnlich sein soll.

Für die nächsten zwei Jahre plant die Lufthansa, ihre 80 Maschinen für Interkontinentalflüge nach Nord-Amerika und Asien mit dieser Technologie auszustatten.

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