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Peru: Gesetz soll Nutzung freier Software vorschreiben

Peruanische Administration soll auf freie Software setzen

Die peruanische Regierung plant ein Gesetz, das von allen administrativen peruanischen Stellen den Einsatz freier Software verlangt, das geht aus einem jetzt veröffentlichten Briefwechsel zwischen dem peruanischen Kongress-Abgeordneten Dr. Edgard David Villanueva Nunez und Juan Alberto Gonzalez, General Manager von Microsoft in Peru, hervor. Nunez weist in seinem Antwortschreiben die Vorwürfe des Microsoft-Sprechers teilweise scharf zurück.

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Als Gründe für die Einführung des Gesetzes Nummer 1609 nennt Nunez drei wesentliche Gründe: freier Zugang zu öffentlichen Informationen durch die Bürger, die Beständigkeit öffentlicher Daten und die Sicherheit des Staates und seiner Bürger.

Die Vorwürfe des Microsoft-Sprechers, das Gesetz würde durch die Bevorzugung freier Software gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen, weist Nunez mit dem Argument zurück, dass niemand daran gehindert werde, freie Software anzubieten, was auch für Microsoft gelte. Zudem führt er an, dass es keine wettbewerbsfeindlichere Position gebe als diese großen Softwarekonzerne, die ihre dominante Position ausnutzen und User zwingen, neue Versionen zu kaufen, um bestimmte Probleme zu beheben: "Und da die gesamte Infrastruktur auf proprietären Datenformaten basiert, bleibt der User gefangen und muss weiterhin Produkte des gleichen Herstellers nutzen oder große Investitionen tätigen, um auf eine andere Umgebung zu wechseln."

Auf die Argumentation, Peru würde mit dem geplanten Gesetz einer bedeutenden Industrie, die in hohem Maße zum Bruttoinlandsprodukt beitrage, schaden, erwidert Nunez, dass der staatliche Sektor nur einen kleinen Teil des Absatzmarktes ausmache. Auch sieht Nunez keine Jobs in Ländern wie Peru gefährdet. Supportmitarbeiter, die in Peru arbeiten, hätten bei Anbietern proprietärer Software kaum eine Chance, Fehler selbst zu beheben. Vor diesem Hintergrund schaffe freie Software mehr Jobs, vor allem für technisch qualifizierte Kräfte sowie mehr Wettbewerb unter den Anbietern entsprechender Dienstleistungen, was letztendlich der Entwicklung Perus zuträglich sei.

Scharf reagierte Nunez auf recht unkonkrete Argumente zu den Themen Sicherheit, Garantien und einer möglichen Verletzung von Urheberrechten durch das Gesetz. So sei beispielsweise unmöglich zu beweisen, dass proprietäre Software sicherer sei als freie, da diese nunmal nicht für alle zugänglich im Quelltext vorliege. Auch seien Garantien kein Grund, auf proprietäre Software zu setzen: "Wie Sie sicherlich wissen oder durch lesen der 'End User License Agreement' der Produkte, die sie lizenzieren, herausfinden können, sind in den meisten aller Fälle die Garantien auf den Ersatz des Speichermediums im Fall eines Defekts beschränkt, in keinem Fall wird aber Schadenersatz für direkte oder indirekte Schäden, entgangene Profite usw. gewährt."


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El Peruano 22. Feb 2004

Hallo Leute, zur Info: in Peru/Lima kann man in vielen Einkaufspassagen M$ Produkte und...

Hut hoch 08. Mai 2002

Sorry... wollt's an den "Zerschlagt Microsoft"-Zweig anhängen... :-(

Hut hoch 08. Mai 2002

soso... da frage ich mich auch, wie lange die für den Rechner sparen müssen. Oder gibt's...

anselm 07. Mai 2002

nett erstmal sehen was daraus wird glaub erst daran wenn wirklich alles auf linux läuft...

Juan F. Nocpaz 07. Mai 2002

Au weia, laut Pisa-Studie lag Deutschland noch hinter Brasilien. Jetzt sieht es wohl so...



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