Deutsche Bank will durch Outsourcing IT-Kosten sparen
Insgesamt hat sich die "Cost-Income-Ratio" der Deutschen Bank von 72,1 Prozent in 2000 auf 80,1 Prozent im Jahresmittel 2001 verschlechtert. Mittels IT-Outsourcing soll jetzt ein großer Kostenblock der Bank deutlich reduziert werden.
Für die Auslagerung an ein Konsortium von Dienstleistern vorgesehen sind Rechenzentren, kleine Server-Sites und Netzwerke in Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg, Polen, Portugal und Spanien. Über diese werden die Geschäftsbereiche Private Kunden und Vermögensverwaltung, DB Services, Konzernsteuerung und Teile der Fimenkunden- und Investmentbank abgewickelt. Accenture, CSC, EDS, IBM und T-Systems sollen nun ihre Angebote abgeben. Unbestätigten Berichten zufolge geht es dabei um ein Volumen von 350 Millionen Euro pro Jahr. In den USA lässt die Deutsche Bank bereits Teile ihrer IT-Operations von der texanischen EDS Corp. abwickeln. Das Unternehmen ist auch in Deutschland mit einer Reihe von Rechenzentren und dem Stammsitz in Rüsselsheim bei Frankfurt vertreten.
Auch andere Banken planen derzeit, Ballast abzuwerfen: Gegenüber "CIO" erklärte Michael Paravicini, CIO der Commerzbank, Kosteneinsparungen müssten sein. Auf die IT wirkten sich die 3.400 Stellenstreichungen und 200 Filialschließungen, die die Commerzbank bis Ende 2003 durchführen wolle, erheblich aus: "Wir haben unser Projektportfolio durchleuchtet und viele Projekte entweder zurückgestellt, geändert oder gestrichen."
Dennoch verbreitet der CIO Optimismus: "Ich bin überzeugt, dass wir auch dieses Jahr vernünftig investieren können. Ich bin zwar 10 bis 15 Prozent vom letzten Budget entfernt; dennoch investieren wir in neue Projekte in einer Größenordnung von 57 Millionen Euro."