Boom bei Kartenzahlungsterminals dank Smartcards

Markt für Mobile Terminals noch in der Entwicklungsphase

Günstige Wachstumsperspektiven bescheinigt eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost und Sullivan dem Europamarkt für Kartenzahlungsterminals. Er soll insbesondere von der Euro-Einführung und dem zunehmenden Chipkarteneinsatz profitieren.

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Der Umstieg der Kreditkartenanbieter von Magnetstreifenkarten auf die sichereren Chipkarten (Smartcards) bedeutet, dass auch entsprechende Terminals zur Verfügung stehen müssen. Dafür setzt der Europay-Mastercard-Visa-(EMV-)Standard, der weltweite Interoperabilität gewährleisten soll, eine Frist bis Januar 2005. Deshalb ist zu erwarten, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren noch mindestens 40 Prozent der Terminals in Europa ausgetauscht werden, was einen erheblichen Wachstumsschub für den Markt bedeutet.

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Allerdings ist die Durchsetzung der Chipkarten noch nicht vollständig gesichert. Viele Anwender zögern noch, wobei Faktoren wie Sicherheit, Datenschutz, Image, Akzeptanz und Standards eine Rolle spielen, so die Studie.

Für die unmittelbare Zukunft erwartet Michelle Bone, Analystin bei Frost und Sullivan, Wachstumsimpulse durch die Euro-Einführung. Die Währungsumstellung erfordert eine Anpassung der Terminals, die sich in einigen Fällen auf ein Software-Upgrade beschränkt, in anderen aber auf die Erneuerung des gesamten Terminals hinausläuft.

Für Wachstumsimpulse sorgt nach Ansicht der Analysten auch das Interesse des Einzelhandels an Multifunktions-Terminals, die verschiedene Scheck-, Kredit- und Kundenkarten akzeptieren und zusätzlich Informationen für Lagerhaltung und Marktforschung liefern.

Sowohl das Segment der festinstallierten Kartenzahlungsterminals als auch die mobilen Terminalsysteme bieten nach Frost und Sullivan ein attraktives Wachstumspotenzial. Der Markt für festinstallierte Terminals ist bereits in die Reifephase eingetreten. EMV-Anforderungen und Euro-Umstellung dürften jedoch die Marktsättigung durch erneuten Modernisierungsbedarf verzögern und dadurch das Wachstum fördern. Der Markt für mobile Kartenzahlungsterminals, die weite Verbreitung im Gaststättenbereich und beim Frei-Haus-Lieferservice finden dürften, befindet sich dagegen noch in der Entwicklungsphase. Verbesserungen bei Sicherheit, Flexibilität, Transaktionszeiten, Anschaffungs- und Betriebskosten können hier für Impulse sorgen.

Beide Marktsegmente werden gegenwärtig von den drei Unternehmen Ingenico Fortronic, Hypercom und Verifone dominiert. Im festinstallierten Segment sichert eine umfassende Produktpalette ihre Führungsposition. Den Markt für mobile Terminals beherrschen sie vor allem dank massiver Investitionen in die Produktentwicklung. Dennoch müssen sich die Top-Player zukünftig dem Wettbewerb mit kleineren Anbietern stellen, denn Euro-Umstellung und EMV-Bestimmungen dürften auch auf der Herstellerseite die grenzüberschreitende Liberalisierung beschleunigen. Einzelhändler und Banken sind ohnehin stärker auf die Funktionalität der Terminals orientiert als auf Loyalität zu einem bestimmten Hersteller. Außerdem lassen sich die meisten Terminals schon jetzt an viele Ländermärkte und Lastschriftsysteme anpassen. Dieses Szenario bietet günstige Wachstumsperspektiven für kleinere Anbieter, die bisher Probleme mit den unterschiedlichen Marktanforderungen in den verschiedenen Ländern hatten. Die Standardisierung der Terminalanforderungen verbessert ihre Chancen, andere Ländermärkte zu durchdringen und den Wettbewerb mit den Großen der Branche aufzunehmen, so Frost.

Der Titel der Analyse lautet: Frost und Sullivan's Analysis Of The European EFTPoS Market.

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