Siemens: Gewinn klettert durch Verkauf von Infineon

Siemens-Chef von Pierer hält sich mit Prognosen zurück

Siemens hat sein Ergebnis nach Steuern im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2002 auf 1,281 Milliarden Euro gesteigert, das sind 743 Millionen Euro mehr als im ersten Quartal des Geschäftsjahres und 703 Millionen Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal. In diesem Ergebnis enthalten ist allerdings ein Sonderertrag in Höhe von 604 Millionen Euro aus dem Verkauf von Aktien der Infineon Technologies AG.

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Abzüglich des anteiligen Quartalsverlusts von Infineon in Höhe von 43 Millionen Euro ergab sich somit ein positiver Nettoeffekt von 561 Millionen Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern im zweiten Quartal 2001 enthielt Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 103 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie ohne Sondereffekte stieg im zweiten Quartal 2002 auf 0,76 Euro.

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Das EBIT im operativen Geschäft beträgt 919 Millionen Euro, trotz Aufwendungen für Restrukturierungen und Sonderabschreibungen in Höhe von 114 Millionen Euro sowie Belastungen aus der Finanzkrise in Argentinien in Höhe von 79 Millionen Euro. Neun der 13 operativen Bereiche haben ihr Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal verbessert und steigerten damit das EBIT aus dem operativen Geschäft um 89 Prozent.

"Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sind wir insgesamt zufrieden mit unserem Ergebnis", sagte Heinrich v. Pierer, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. "Ich freue mich vor allem, dass wir erneut einen positiven Cashflow generieren konnten. Das Marktumfeld stellt uns aber vor beachtliche Herausforderungen, denen wir mit angemessenen Maßnahmen entgegentreten."

Der Umsatz lag bei 21,258 Milliarden Euro, das ist ein Prozent mehr als im Vorquartal und drei Prozent über dem Wert im zweiten Quartal 2001. Der Auftragseingang sank um 12 Prozent gegenüber dem ersten Quartal und 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 22,431 Milliarden Euro.

Im Arbeitsgebiet Information and Communications überlagern die massiven Investitionskürzungen der Telekommunikationsbetreiber die Restrukturierungsfortschritte des Bereichs Information and Communication Networks (ICN). Das EBIT betrug minus 158 Millionen Euro. Der Umsatz des Bereichs sank verglichen mit dem Vorjahresquartal um 16 Prozent auf 2,657 Milliarden Euro, der Auftragseingang ging um 36 Prozent auf 2,174 Milliarden Euro zurück. Gegenüber dem ersten Quartal stieg der Umsatz um 5 Prozent.

"Auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Lage werden wir weiterhin keine genauere Prognose für das Gesamtjahr abgeben, unsere Prioritäten sind aber klar: Wir treiben die Produktivitäts- und Restrukturierungsprogramme weiter voran und greifen dabei schnell und entschieden ein, wenn wir sehen, dass unsere Maßnahmen nicht ausreichen sollten. Wir verfolgen entschlossen die Ziele unserer Operation 2003. Unser Augenmerk gilt auch weiterhin der nachhaltigen Verbesserung unseres Cashflows aus dem operativen Geschäft", so sagte Siemens-Vorstandsvorsitzender Heinrich v. Pierer weiter.

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