Dmmv: SMS-Marketing-Richtlinie in Sicht
Dabei wählten die Mitglieder des Gremiums Ingo Griebl (Geschäftsführer "12snap") zum neuen Leiter. Griebl ersetzt Prof. Knut Föckler, der seinen Posten aufgegeben hatte. Er steht damit künftig gemeinsam mit Dr. Marcus Garbe (Unit Direktor "Die Argonauten") an der Spitze des Gremiums.
Der Arbeitskreis, der bereits seit zwei Jahren existiert, hat sich zum Ziel gesetzt, Grundlagen für die "mobile Kommunikationswirtschaft" zu erarbeiten. Bereits im vergangenen Jahr haben sich die Mitglieder mit der noch gar nicht so akuten Thematik des Mobile Spamming auseinander gesetzt. Mit der Richtlinie für "akzeptables" SMS-Marketing will der dmmv das Vertrauen der Endverbraucher in das Medium stärken und setzt dabei auf eine Selbstverpflichtung der in der Branche agierenden Unternehmen.
Darüber hinaus will sich der Arbeitskreis (AK) u.a. der UMTS-Einführung und dem Thema Multi Channel Marketing widmen. Gleichzeitig möchte der AK den Blick aber auch immer wieder nach Japan richten, wo das Thema Mobilfunk in den letzten Jahren für eindrucksvolle Wachstumsraten gesorgt hat: So ist die Zahl der Mobilfunkteilnehmer in Japan seit 1996 jährlich um rund zehn Millionen gestiegen. NTT DoCoMos i-mode wurde in Japan Ende Februar 1999 gestartet und hat mittlerweile weit mehr als 30 Millionen Kunden.
Entscheidend für den Erfolg des Mobile Commerce in Deutschland wird dabei vor allem die Frage nach den Anwendungen sein. Eine einzige "Killer-Applikation" wird es nach Meinung des Verbandes nicht geben, eher eine an den Zielgruppen orientierte, sinnvolle Kombination von Anwendungen.
"Leider haben die horrenden UMTS-Lizenzgebühren die Entwicklung der mobilen Inhalte und Anwendungen vehement behindert. Ohne Inhalte bzw. Anwendungen gibt es auch keine mobilen Mehrwertdienste. Deutschland ist dabei, seinen Vorsprung in diesem Bereich zu verspielen" , fürchtet Alexander Felsenberg, Vizepräsident und Geschäftsführer des dmmv. "Serviceanbieter haben durch diesen 'Coup' wertvolles Kapital verloren, das gerade für die Entwicklung von Inhalten und Anwendungen benötigt worden wäre" , so Felsenberg weiter. Den Serviceanbietern in den USA bleibe das erspart. Mittlerweile würden den Kunden dort umfassende Service- und Inhalteangebote zur Verfügung stehen.



